Mittwoch, Juni 21, 2017

Fotorecht in Österreich

Unwissen schützt nicht vor Schaden!

Die Fotografie erlebt einen neuerlichen Boom. Viele Menschen beginnen weltweit mit ihrem Smartphone zu Fotografien, das erstaunliche Ergebnisse liefert. Diese Fotos werden auch gleich vom Smartphone auf verschiedenen Plattformen im Web geteilt, also vervielfältigt (veröffentlicht).

Darüber hinaus hat die digitale Fotografie auch einen immer größer werdenden Zuwachs an engagierten Fotografen gefunden, die ihre Fotos aus der DSLR oder DSLM bzw. Kompaktkamera ebenfalls veröffentlichen.

Das es dabei zu großen Problemen kommen kann, ist vielen Amateuren nicht bewusst. Im Gespräch mit RA Prof. Dr. Georg Zanger bin ich der rechtlichen Situation auf den Grund gegangen. Ein Thema das alle Hobbyfotografen interessieren sollte.

Interview mit RA Prof. Dr. Georg Zanger | Video anklicken und ansehen

Es haben sich viele falsche Informationen eingeschlichen

Es ist ein Segen, dass man im Internet alle Informationen findet, allerdings sollte man auch immer die Quelle überprüfen und auch aufpassen, dass man nicht Sachverhalte verwechselt. Viele Hobbyfotografen finden im Internet Informationen über das deutsche Recht, das aber vom österreichischen abweicht. Dadurch hat sich in Österreich aus meiner Sicht ein falsches Rechtsverständnis über Themen wie Urheberrecht, Kopierrecht, Personenrecht usw. entwickelt. Teilweise ist die rechtliche Situation sehr ähnlich, aber teilweise auch nicht!

Darf man überall und alles fotografieren?

Diese Frage ist eindeutig mit JA zu beantworten, wenn es nicht wieder Ausnahmen gäbe. Es gibt in Österreich kein Fotografier-Verbot. Grundsätzlich darf also alles und jeder fotografiert werden. Die Ausnahmen stellen z.B. das Hausrecht oder auch in bestimmten Fällen das Personenrecht dar.

So lange man sich auf öffentlicher Fläche befindet, darf man Häuser, Objekte, Landschaften - auch mit Hilfsmittel (Leiter, Selfiestick usw.) - aufnehmen und veröffentlichen bzw. vervielfältigen. Auch die kommerzielle Nutzung ist erlaubt. Man darf also damit Geld verdienen (Hinweis: Das Gewerberecht und das Steuerrecht ist dabei zu beachten!).

Ganz anders ist es auf privaten Grundstücken oder in privaten Innenräumen. Hier benötigt man die Erlaubnis des Haus- oder Grundstückseigentümers. Gleiches gilt auch beispielsweise auf Bahnhöfen, die der ÖBB gehören. Jederzeit kann ein Eigentümer ein Fotografier-Verbot oder die Foto-Erlaubnis, aber ein Veröffentlichungsverbot aussprechen, was oft durch gut sichtbare Tafeln beim Eingag schon vermittelt wird. Für Fotografen, die gegen den ausdrücklichen Willen des Eigentümers vorgehen, kann das teuer werden.

Dürfen Kunstwerke fotografiert werden? Kunstwerke sind ebenfalls urheberrechtlich geschützt und man würde eine Genehmigung des Künstlers oder seiner rechtlichen Nachfolger nach dem Ableben des Künstlers benötigen. Aber auch hier gibt es eine Ausnahme aufgrund der Tagesberichterstattung. Wenn ein Fotograf ein Foto eines Politikers in Innenräumen aufnimmt und im Hintergrund eine Bild eines berühmten Künstlers an der Wand hängt, ist es erlaubt, dieses Foto zeitnahe zu veröffentlichen. Nach vielen Monaten ist das allerdings nicht mehr erlaubt.

Personen dürfen in Österreich immer fotografiert werden, wenn die Interessen der Person nicht geschädigt werden. Wenn aus der Bildaussage ein unwahrer Sachverhalt dargestellt wird, kann es zu Problemen kommen. Streng verboten ist die kommerzielle Nutzung solcher Fotos in einer Werbung im klassischen Sinn. Hier benötigt man auf jeden Fall die schriftliche Zusage des Betroffenen. Je prominenter eine Person ist, umso teurer kann das werden. Prominente Personen dürfen im öffentlichen Raum jederzeit fotografiert werden und diese Fotos dürfen auch veröffentlicht werden. Jedoch dürfen prominente Personen nicht bis in ihre Privatsphäre verfolgt werden (Paparazzi). Übrigens hat jede Person das Recht das Fotografieren zu untersagen. Wenn jemand ausdrücklich nicht fotografiert werden will, ist das auch einzuhalten.

Personen, die nicht rechtsfähig sind (z.B.: Kinder) bilden wieder einen Sonderfall. Hier benötigt man die Erlaubnis der Eltern.

Wen schützt das Urheberrecht?

Das Urheberrecht schützt alle Menschen, die mit Geisteskraft oder Kreativität etwas neues schaffen. Somit sind Erfindungen, Musikkompositionen, schriftstellerische Arbeiten, Bildende Kunst und Fotografie ausdrücklich durch das Urheberrecht geschützt.

Das Urheberrecht kann auch nicht übertragen werden. Zur Veröffentlichung seines Werkes kann der Urheber die Kopierrechte und Vervielfätigungsrechte bzw. Vertriebsrechte übertragen. Im Falle des Fotografen wären das Verleger für Bücher und Bildbände bzw. Bildagenturen. Üblicherweise erhält der Fotograf in diesem Fall einen Prozentanteil des Verkaufserfolges als Tantiemen von Zeit zu Zeit ausgeschüttet.

Auch wenn Fotografen nicht als Urheber gennant werden, bleiben sie ein Leben lang Urheber des Werkes. Diese Rechte gehen auch an Erben über.

Wie kann ein Fotograf beweisen, dass er der Urheber ist?

Es kann ja mal vorkommen, dass mehrere Fotografen sehr ähnliche Fotos von einem Objekt aufnehmen. Wenn man sein Foto ohne Erlaubnis veröffentlicht entdeckt, gilt es zu beweisen, dass man die höchste Auflösung (Pixel) der Aufnahme besitzt.

Ist Streetphotography in Österreich erlaubt?

Sofern einen Person nicht zum Ausdruck bringt, dass sie nicht fotografiert werden will, darf in Österreich eine Person auch am Foto erkennbar sein. Für die Veröffentlichung gilt, dass die Interessen der Person nicht missachtet werden dürfen. Dennoch wäre eine schriftliche Erlaubnis zum Fotografieren und Veröffentlichen von großem Vorteil im Streitfall.

Bei öffentlichen Veranstaltungen muss jeder Besucher damit rechnen, dass dort auch fotografiert wird und gegebenenfalls die Fotos auch veröffentlicht werden.

Gibt es ein Bearbeitungsverbot für veröffentlichte Fotos?

Einzig und alleine "schlichte" Fotos dürfen weiter bearbeitet werden. Fotos mit den kleinsten Merkmalen kreativer Ideen und sei es nur ein besonderer Lichteinfall oder eine besondere Perspektive dürfen durch andere nicht ohne Erlaubnis des Fotografen bearbeitet werden.

Wie können Fotografen gegen die Veröffentlichung ohne ausdrücklicher Erlaubnis durch andere vorgehen?

Sollten Fotografen ihre eigenen Fotos veröffentlicht sehen, ohne dazu die Erlaubnis gegeben zu haben, gibt es die Möglichkeit des Rechtsweges. Berufsfotografen in Österreich sind im Rahmen ihrer Mitgliedschaft der Bundesinnung der Fotografen für solche Fälle rechtsschutzverichert. Amateure sollten einen Anwalt mit Spezialisierung auf Urheberrecht zu Rate ziehen.

Darf man Fotos anderer Fotografen vervielfältigen?

Prinzipiell darf man das nicht, allerdings gibt es auch hier eine Ausnahme. Für den rein privaten Gebrauch kann man sehr wohl ein Foto eines anderen Fotografen vervielfältigen so oft man will. Ganze Wände kann man sich damit tapezieren, wenn nicht in den eigenen Räumen irgendwann eine öffentliche Veranstaltung statt finden soll. Weil das wäre dann wieder öffentlich. Dritte könnten dann die Fotos sehen.



RA Prof. Dr. Georg Zanger

Fotokurse und Fotoworkshops

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor zum Thema Fotografie
mizerovsky.com

Samstag, Mai 27, 2017

1 x 1 der Porträt Fotografie

Ein Porträt Foto sollte die Persönlichkeit für den Betrachter spürbar machen

Model: Viki Hiersche

Was gilt es bei der Porträt Fotografie zu beachten?

Die Porträt Fotografie lebt von der Kommunikation mit der porträtierten Person. Technisches Wissen über Fotografie ist nicht ausreichend, um gute Porträts aufzunehmen. Es muss eine Vertrauensbasis hergestellt werden. Deshalb benötigt man auch Zeit. Zeitdruck ist der Feind der Porträt Fotografen. Zunächst beginnt man mit dem Kennenlernen. Ein 20 Minuten Gespräch vor einem Shooting mit noch unbekannten Personen haben noch nie geschadet. Viele Menschen glauben, dass sie nicht fotogen sind, was nicht stimmt. Sie wurden nur im falschen Licht unter falschen Bedingungen aufgenommen. Diesen Menschen muss man zuerst die Angst vor der Fotokamera nehmen.

Model: Tessa Ettenauer

Hochformat oder Querformat?

Sehr oft werden typische Porträt Fotos im Hochformat aufgenommen, was auch durchaus Sinn macht. Schließlich steht und geht der Mensch und kriecht nicht am Boden. Für Bewerbungsfotos, Karriere Shootings, Familienalbum und auch Business Shootings ist das oft die richtige Wahl. Charakter Porträts oder Porträts auf der Straße im Sinne von Streephotography sind aber auch im Querformat sehr interessant. Ich schieße auch bei Karriere- und Business Shootings immer einige Porträts im Querformat. Diese sind dann für Web Präsentation geeignet und lassen es auch zu, Text neben dem Model zu integrieren.

Business Porträt mit Stefan Schickhofer

Welche Brennweite ist die Beste?

Die beste Brennweite ist das 85 mm Festbrennweiten-Objektiv. Es hat die geringste perspektivische Verzerrung aller Brennweiten und ist meistens sehr lichtstark. Man kann damit die Person vom Hintergrund freistellen, was so viel bedeutet, dass der Hinterrund in Unschärfe verschwindet. Eine günstige Lösung ist aber auch ein 50 mm Objektiv für Vollformat auf einer 2/3 Sensor Kamera, weil durch den Crop Faktor die Brennweite um das 1,5 fache verlängert wird. Das ist die günstige und gute Lösung für alle Fotografen, die mit 2/3 Sensor fotografieren. Weitwinkel Objektive kommen selten zum Einsatz, weil sie zu strak verzerren und vor allem bei Selfies das Gesicht stark verändern. Die Nase wird dabei unnatürlich groß. Teleobjektive verkürzen die Abstände zwischen Nase und Ohren, verzerren aber nicht ins Unglück. Tele Brennweiten bis zu 200 mm sind deshalb auch, vor allem für Outdoor Porträts, beliebt. Sie können auch noch mit Blende 5,6 oder 8 die Person vom Hintergrund freistellen und für ein schönes Bokeh sorgen. Vor allem bei Gegenlichtaufnahmen sorgt das für schöne, unscharfe Lichtpunkte.

Bokeh | Blende 1,8 | aufgenommen beim Photowalk Aspern mit Model Thomas Lahr

Welche Belichtungszeit ist die Richtige?

Menschen bewegen sich, selbst wenn sie still sitzen. Um sicher zu gehen, dass man selbst nicht beim Auslösen verwackelt, benötigen geübte Fotografen mindestens 1/30 Sekunde. Um sicher zu gehen, dass keine Bewegungsunschärfe auftritt, wäre 1/60 Sekunde bei still sitzenden oder stehenden Personen geeignet. Bei Menschen in leichter Bewegung ist schon 1/125 Sekunde zu wählen und beim Sport 1/500 Sekunde um die Person einzufrieren.

Brennweite 105 mm | Blende 7,1 | Belichtungszeit 1/200 Sek. | ISO 1250 | Model: Helmut Edinger 

Was ist die beste Lichtempfindlichkeit?

Das kommt auf den Sensor der Kamera an. Rauschen will man im Normalfall verhindern, aber moderne DSLR und auch Systemkameras bieten bis ISO 1250 auf jeden Fall ein rauschfreies Bild bei vorhandenem Licht. Das Foto oben wurde während des Fotolehrgangs 2017 in den Blumengärten Hirschstetten aufgenommen. Wir sind vom Regen in das Palmenhaus geflüchtet und dort befinden sich neben den Pflanzen auch Tiere, weshalb blitzen streng verboten ist. Trotzdem gibt es auch in den dunklen Bildbereichen kein rauschen.

Porträts in Farbe oder Schwarzweiß?

SW Umsetzung eines Farbfotos | Models: Sonja Ehling und Martina Kober
Wenn man die Farbe weglässt, beginnt die Abstraktion beim Porträt. Farben, Formen und Symbolwirkung des Gesichtsausdrucks emotionalisieren den Betrachter. Lassen wir die Farben weg komprimieren wir damit die Bildaussage auf das Wesentliche, den Gesichtsausdruck. Durch das Lächeln der beiden Damen im Foto oben, wird auch ein SW Foto zum positiven Stimmungsmacher.

Das Beauty Porträt

Im Prinzip ist jedes Porträt ein Beauty Porträt. Noch kein Kunde ist zu mir gekommen und hat gesagt: "Können Sie mich bitte so fotografieren, dass ich hässlich aussehe und keinem Menschen gefallen würde."

Ausnahmen bestätigen die Regel. Paparazzi Fotos beweisen das ab und zu von prominenten Persönlichkeiten.

Model: Jessica Papousek | Brennweite 85 mm | Blende 3,2 | Belichtungszeit 1/200 Sek. | ISO 100  | mit Lichtformern 
Für Beauty Porträts benötigt man oft Assistenz von Visagisten, Lichtassistenten und Stylisten. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit eines Teams, die das beste Foto schießen wollen. Auf Style und Licht kann auch der Fotograf achten, aber die Visagisten können nicht ersetzt werden. Sie erleichtern das Nachbearbeiten ungemein.

Das Charakter Porträt

Model: Christoph Menger
Um ein Charakter Porträt zu gestalten, muss man die porträtierte Person gut kennen. Natürlich spielt auch das Ziel der Bildaussage eine Rolle, aber trotzdem bestimmt das Model die Bildaussage mit seiner Persönlichkeit mit. Welteinstellung, Beruf und Verhalten sollte erkennbar sein.

Model: Josef Miligui

Worauf wird scharf gestellt?

Immer auf die Augen!

Model: Lisa Heilmann


Die Augenebene sollte komplett scharf abgebildet sein. Das ist gerade bei offener Blende von Blende 1,8 nicht immer ganz leicht. Ich empfehle daher Auto Focus mittelbetont ohne Mehrfeldmessung zu verwenden und mit halbgedrücktem Auslöser dann erst den Bildschnitt zu wählen, bevor man auslöst. Die Offenblende erlaubt es, dass nur die Augenebene scharf abgebildet ist und schon die Nasenspitze oder die Ohren in leichte Unschärfe hineingehen. Das stört überhaupt nicht, weil den meisten Menschen ihre Nase und die Ohren nicht besonders gefallen.

Künstlerische Gestaltung gefällig?

Erlaubt ist bekanntlich was gefällt und Geschmäcker können sehr verschieden sein. Ob nun schon bei der Aufnahme oder erst bei der Bearbeitung ist alles erlaubt was dem Model und dem Fotografen gefällt. Ob sie beim Betrachter Erfolg damit haben lässt sich erst im Nachhinein beurteilen.

Model: Petra Schnell

Letzter Tipp zur Porträt Fotografie

Nur kommunikativ mit Liebe zu Menschen lassen sich unglaublich tolle Porträts einfangen. Wer das nicht kann sollte lieber Landschaften oder Gebäude fotografieren :-).





(c) Harald Mizerovsky
Berufsfotograf | Fototrainer | Sachbuchautor




Freitag, April 21, 2017

Fotografieren mit dem Fisheye Objektiv

Ein Fisheye Objektiv macht echt Spass und kann in der Fotografie sehr kreativ eingesetzt werden

Video anklicken und ansehen!

Die Welt neu kennen lernen als Fotograf

Ein Fischauge kann für wesentlich mehr eingesetzt werden, als man es glauben würde. Es nimmt fast 180° Bildwinkel auf und somit ist es natürlich ein sehr extremer weiter Winkel, der den Betrachter der Fotos in den Bann ziehen kann. Kippt man das Objektiv kann man damit auch gerade Linien verbiegen und recht interessante Effekte erzeugen.

Wenn das Hauptmotiv zentral und in der Mitte positioniert wird, sieht es normal aus.

Lohnt sich die Anschaffung eines Fisheye Objektivs?

In der analogen Zeit der Fotografie habe ich in ein Nikkor Fisheye Objektiv investiert. Der Preis war hoch und ich denke es hat sich nicht gelohnt, weil man es zu wenig einsetzt. Das war natürlich auch meine Schuld, weil ich hätte es ja öfters einsetzen können. Allerdings hatte man damals sehr "sparsam" fotografiert, weil der Film und die Ausarbeitungen zu bezahlen waren. Erst danach hat man aussortiert.

In der digitalen Fotografie ist das ganz anders. Trotzdem bin ich noch nicht bereit in ein Nikkor AF G DX 10,5 / 2,8 Fisheye über € 700,- zu investieren. Aber ich habe vor längere Zeit in ein Walimex Pro 8 mm 1:3,5 unter € 400,- investiert und bin mit dem Objektiv sehr zufrieden. Dieses gibt es auch für Canon, Sony, Fuji X, Pentax, Olympus usw. Ich kann dieses Objektiv allen Fotografen empfehlen. Es ist ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis, das auch bei geringem Gebrauch sehr viel kreativen Spielraum lässt und sich rentiert. Darüber hinaus greift sich das Walimex sehr wertig an und verspricht viele Jahre Freude im fotografischen Einsatz.

Das Walimex Pro 8 mm und seine Eigenheiten

Es ist nur für 2/3 Sensoren geeignet, weil man im Vollformat den Bildkreis mit auf dem Bild hätte und im Bildschnitt zu viele Pixel wegwerfen müsste. Man kann nur manuell scharf stellen, was kein Fehler ist, weil man eigentlich überhaupt nicht scharf stellen muss. Man wählt am Objektiv die Blende 22 in Zusammenhang mit einer Nikon DX Kamera und passt die Belichtung mittels ISO und Belichtungszeit an. Aufgrund der kurzen Brennweite bekommt man damit von 15 cm bis unendlich alles scharf. Manuell scharf stellen ist überflüssig. Da ich sowieso gerne manuell arbeite, stört mich das überhaupt nicht. Die Einstellung auf unendlich ist in der Regel immer scharf.

Von nah bis fern alles scharf!
Wie man oben am Foto sieht, kann man durchaus manche Motive durch das Platzieren in der Mitte so abbilden, als ob es eben ein extremes Weitwinkel gewesen wäre. Macht man den Bildschnitt kleiner fällt die perspektivische Verformung des Fisheye Objektivs gar nicht mehr auf.

Selfies mit dem Fisheye verformen natürlich die Gesichtszüge

Für Selfies mit dem Fisheye gehört Mut dazu :-)
Die Nase wird größer. Das Gesicht wird verformt. Es werden richtige Fun-Fotos. Sobald man zu nahe dran ist und das Gesicht nicht zentral platziert wird, werden die Ergebnisse  einfach nur lustig, fast wie im Spiegelkabinett.

Fisheye Verzerrung

Wird das Objektiv nach unten oder oben gekippt oder das Motiv nicht zentral platziert, entstehen die typischen perspektivischen Verzeichnungen einer Fischaugen Optik.

Seitlich platziert: perspektivische Verzerrung!

Zentral platziert: fast keine Verzerrung
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(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor
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Montag, April 17, 2017

15 Tipps für Fotos mit dem Smartphone

15 wichtige Tipps fürs Fotografieren mit dem Smartphone

Immer mehr und immer öfters wird mit dem Smartphone fotografiert. Klar kann man auch mit dem Handy tolle Fotos aufnehmen. Die Smartphone Produzenten arbeiten mit Linsenherstellern zusammen und bieten immer mehr Pixel. Die Qualität des iPhones ist bekannt, aber auch andere Hersteller, wie z.B.: Huawei bieten gute Qualität. Das P 10 von Huawei kommt mit Leica Linsen und 20 Megapixel im SW-Modus (nur im Graustufen Modus) auf den Markt. Somit wird es immer interessanter für Handy Fotografen. Allerdings muss man einige Dinge beachten, um gute Ergebnisse zu erzielen.

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Tipp 1: Linse putzen

Die Linsen des Handys verschmutzen in der Regel noch viele mehr als Objektive an der Fotokamera. Es gibt keinen Objektiv Deckel und wir stecken das Smartphone gerne in Taschen und Kleidungsstücke. Um die Linsen von Staub, Fusseln und sonstige Schmutz zu befreien, sollte man die Linsen mit optischen Tüchern vor dem Fotografieren reinigen.

Tipp 2: Mit beiden Händen halten

Egal ob man im Hochformat, oder im Querformat aufnimmt, sollte das Handy mit beiden Händen gehalten werden, um verwackelte Fotos zu vermeiden.

Tipp 3: Kleines Stativ oder Handyhalter verwenden

Einen zusätzlichen Schutz gegen Verwacklung bieten kleine Stative mit Handyhalterung. Damit kann das Smartphone viel ruhiger gehalten werden.

Tipp 4: Kein Digitalzoom verwenden

Das Digitalzoom ist kein Zoom, sondern nimmt nur einen kleineren Ausschnitt auf. Damit verliert man wertvolle Pixel. Besser ist es, näher aufs Motiv zuzugehen oder Zusatz Objektive fürs Smartphone im Telebereich zu verwenden.

Tipp 5: Gutes Licht ist das Wichtigste in der Fotografie

Man fotografiert mit dem Licht und nicht gegen das Licht. Direktes Sonnenlicht auf dem Motiv gilt es zu vermeiden, weil es zu hohe Kontraste und unschöne Schatten erzeugt. Das beste Licht ist diffuses, weiches Licht. Bei bewölktem Himmel macht man bessere Fotos, als bei Sonnenschein.

Tipp 6: Fokus und Belichtung fixieren

Mit einem Finger-Tip auf das Display, an die Stelle des Hauptmotivs, stellt man die richtige Schärfe und Belichtung ein. Einfach den Finger für kurze Zeit an der Stelle des Displays berühren!

Tipp 7: Raster für den goldenen Schnitt einblenden

Der Raster teilt das Display horizontal und vertikal in drei gleich große Bereiche. Dort wo sich die Linien treffen sollte das Hauptmotiv platziert werden. Der goldene Schnitt wurde schon vor der Erfindung der Fotografie in der Malerei angewandt. Solche Bilder erscheinen dem Betrachter als besonders ausgewogen und schön.

Tipp 8: Auto HDR einstellen

HDR = High Dynamic Range. HDR Fotos zeichnen sich durch einen höheren Dynamikumfang aus und sind sehr beliebt. Allerdings eignet sich der HDR Modus nur bei hohen Kontrasten. Wird er auf Automatik gestellt, entscheidet das Smartphone ob es HDR Filter verwenden soll oder nicht. Das macht den Kopf für die Bildkomposition frei.

Tipp 9: Stativ mit Handyklemme verwenden

Für Situationen mit wenig Licht sollte man ein Stativ verwenden, weil die Belichtungszeit sehr lang sein kann. Für Aufnahmen in der Dämmerung und in der Nacht geeignet!

Tipp 10: Mit Lautstärkeregler des mitgelieferten Kopfhörers auslösen

Selbstauslöser für Smartphones werden mitgeliefert, weil bei vielen Smartphones die Lautstärkeregler des mitgelieferten Kabels im Fotokamera Modus auslösen. Auch für Langzeitaufnahmen am Stativ einsetzbar!

Tipp 11: Selfie mit Selfie Stick und Bluetooth Fernauslöser

Für alle, die gerne Selfies aufnehmen, ist ein Selfie Stick unerlässlich. Smartphones haben ein Weitwinkel Objektiv eingebaut und wenn man mit einem Weitwinkel aus der Hand das eigene Gesicht aufnimmt, wird es verzerrt. Dagegen hilft die Handystange. Darüber hinaus macht ein Bluetooth Fernauslöser dabei gute Dienste, vor allem dann, wen auch Videos aufgenommen werden.

Tipp 12: Nähe zum Motiv | weniger im Bild ist oft mehr Bildaussage

Wenn das Hauptmotiv klar zu erkennen ist und unwichtiges Umfeld nicht gezeigt wird, wirkt das Foto oft viel besser. Also: näher ran ans Motiv!

Tipp 13: Zusätzliche Objektive sind recht günstig zu haben

Anders als bei Zusatz Objektiven für Fotokameras sind zusätzliche Objektive sehr günstig und werden oft als Set verkauft (Fisheye, stärkeres Weitwinkel, Makro und Tele). Damit ergeben sich als Handyfotograf mehr Möglichkeiten.

Tipp 14: Apps für die Bearbeitung der Fotos direkt am Smartphone

Es gibt hunderte Apps, um die Fotos sofort am Smartphone zu bearbeiten. Zwei sehr empfehlenswerte Apps sind:
  • Snapseed von Google
  • Lightroom von Adobe
Nach der Bearbeitung können die Fotos direkt von Handy auf Plattformen wie Facebook, Instagram und andere hochgeladen werden. Damit ist das Smartphone: Fotoapparat, digitale Dunkelkammer und Publikations-Assistent.

Tipp 15: Kein Meister fällt vom Himmel

Das Lesen von Fachbüchern, der Besuch von Seminaren und Workshops und viel Training führen zu perfekten Fotos.



(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor




Montag, April 03, 2017

Der Fotolehrgang 2017 inklusive Zertifikat

Der Fotolehrgang 2017 in den Blumengärten Hirschstetten


Am 2.4.2017 ging es los. Die ersten Teilnehmer des Fotolehrgangs 2017 in den Blumengärten Hirschstetten nahmen am Modul 1: Technische Grundlagen der Fotografie für Anfänger Teil. Das Wetter war überaus freundlich, wenn nicht sogar herrlich und die Motivation und das Interesse riesengroß. Interessenten können sich noch immer dazu anmelden. 

Video anklicken und ansehen

Der Fotolehrgang besteht aus 9 einzelnen Modulen. Bei Teilnahme an allen Modulen gibt es ein Zertifikat. Wenn jemand schon die Grundlagen beherrscht und eine Ausbildungsbestätigung vorweisen kann, sind nur noch jene Module zu buchen, die für das Ausbildungsziel noch fehlen. Natürlich können auch, je nach Interesse einzelne Module gebucht werden.

Die TeilnehmerInnen bei den ersten Aufgaben

An wem richtet sich der Fotolehrgang?

Alle fotobegeisterten Hobby- und Amateurfotografen können mitmachen, aber auch jene Interessenten, die später das fotografische Wissen in die berufliche Tätigkeit einbringen wollen:
Fotoreporter, Fotoredakteure, Webdesigner, Grafiker, Werbefachleute, Youtuber, Blogger, angehende Fotografen.

Sollten Teilnehmer bei einem Termin verhindert sein, gibt es die Möglichkeit, das Modul zu einem späteren Zeitpunkt zu besuchen bzw. gegen Terminvereinbarung Einzelunterricht (3 Stunden zur ermäßigten Gebühr | 50% Rabatt für TeilnehmerInnen des Lehrgangs) zu buchen.

Die Themen des Fotolehrgangs

Modul 1 - Technische Grundlagen
Modul 2 - Bildaufbau und Bildgestaltung
Modul 3 - Details und Nahaufnahmen
Modul 4 - Landschafts- und Reisefotografie
Modul 5 - Porträtfotografie
Modul 6 - Blitztechnik für Fortgeschrittene - entfesselt blitzen
Modul 7 - Tierfotografie
Modul 8 - Fotoreportage
Modul 9 - Digitale Schwarz-Weiß-Fotografie

Zu noch mehr Infos und Buchung

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor
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Montag, März 13, 2017

Nikon WLAN USB Funkadapter

Drahtlose WLAN Verbindung zwischen DSLR und Smartgeräten


Nikon WU-1B und Nikon WirelessMobileUtility macht's möglich

Die neuesten Kameras aller Hersteller haben WLAN oft schon an Bord. Diese Technologie ist noch relativ neu und Nikon bietet bei vielen Kameramodellen die App SnapBridge als Lösung an. Aber wie macht man das mit älteren Kameramodellen? Für die Modelle D5200, D600 und D610 gibt es eine Funkverbindung mittels WU-1B und der App Nikon WirelessMobileUtility. Eine perfekte Lösung, um nicht gleich wieder einen neuen Kamerabody kaufen zu müssen.

Video anklicken und ansehen!

Der Vorteil ist klar. Sofort kann man Fotos auf einem großen Display begutachten. Das funktioniert sowohl auf einem iPad wie auch auf Android Tablets. Die App dazu gibt es im Apple App Store und im Google Play Store zum kostenlosen Download. Man kann auch Fotos auf das Tablet laden, um sie von dort zu teilen. Die Funktionen der Fernauslösung sind sehr eingeschränkt. Man kann scharf stellen und auslösen, alles andere an Einstellungen müssen an der Kamera vorgenommen werden. Fotos im RAW Format können nicht übertragen werden. Das würde wahrscheinlich auch zu lange dauern.

Das schöne an den traditionellen Fotokamera Herstellern ist, dass sie versuchen ihre doch kostenintensive Geräte für neue Technologien aufwärtskompatibel zu bauen. Das Manko sind (bei Hardware Herstellern sämtlicher Geräte) dabei ihre Software Abteilungen. Viele Fotografen denken, die App sollte mehr können!

Ich bin mit der Lösung für meine Fotoworkshops zufrieden. Somit sehen meine Teilnehmer Ergebnisse sofort auf einem großen Display.

Fotoworkshop jetzt buchen!

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Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor
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Montag, Februar 20, 2017

easy cooking - Gesundes Fastfood

easy cooking - Das Kochbuch der anderen Art
easycooking - Jetzt Fan werden, weitersagen und unterstützen!

easy cooking - kochen kann jeder

Viele kennen mich als EDV-Trainer, Fotograf, Kommunikationstrainer und Sachbuchautor. Nur einige wissen, dass ich auch gerne koche. Für gesunde Ernährung interessiere ich mich schon über 20 Jahre und selbst kochen ist wesentlich gesünder, als Fertigprodukte zu essen. Es geht darum, dass wir alle wieder begreifen, wie wichtig es ist, sich selbst Gutes zu tun. Dabei lege ich großen Wert auf Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft. Weniger ist oft viel mehr. Lieber erste biologische Qualität am Teller und weniger davon, als Futter vom Fastfood-Restaurant. Ich bin keine Ausnahme. Ich weiß, dass wir alle wenig Zeit haben und oft auch müde sind, aber kochen kann jeder und das sogar täglich. Wenn es funktioniert, in kurzer Zeit Gutes auf den Tisch zu stellen, tun wir uns etwas Gutes.

Video anklicken und ansehen!

Wann ist mir das eingefallen ein Kochbuch zu schreiben?

Dieser Gedanke ist in mir gereift. Wahrscheinlich gehe ich mit diesem Gedanken schon seit Jahren spazieren. Nun wurde mir bewusst, dass ich natürlich auch heuer wieder Taschenbücher zum Thema Fotografie und vielleicht zum Thema Kommunikation schreiben werde, aber ich spüre die Zeit ist reif für ein Kochbuch der anderen Art. Außerdem ist kochen unglaublich kommunikativ, oft schon beim Einkaufen ;-).

Was ist anders an dem Kochbuch?

easy cooking für alle!
Wahrscheinlich ist es schon vielen Menschen passiert, dass ein Rezept nachgekocht wurde und es funktionierte einfach nicht. Auch mir ist das schon passiert. Ärgerlich und hungrig sinkt das Selbstwertgefühl als Hobby-Koch. Woran kann das liegen? Man sollte vielleicht vorher kochen lernen? Ein Rezept nachkochen ist wie eine Klarinette zu spielen, ohne Noten lesen zu können. Das kann nicht funktionieren. Man sollte Emotionen entwickeln für's Kochen und die wichtigsten Grundlagen beherrschen. Ich koche nie mit einer Küchenwaage. Ein wenig von da und ein wenig von dort und hinein damit in den Topf oder die Pfanne. Das möchte ich mit meinem Kochbuch vermitteln. Der Zusatznutzen ist, das Kochen auch entspannend wirkt, fast schon meditativ ist. Es lenkt uns also vom Alltag ab und gibt uns schon beim Kochen Kraft. Danach essen wir gesund und erhalten noch mehr Kraft für Körper, Geist und Seele.

Es wird in diesem Kochbuch kaum Gewichtangaben geben. Alle Rezepte sollten mit einfachsten Mitteln und mit wenig Küchenwerkzeug auch auf nur zwei Kochplatten zubereitet werden können. Weiters wird es in diesem Kochbuch um gesunde Ernährung und vernünftige Lebensmitteln gehen. "Wir benötigen gesunde Lebensmitteln anstatt Nahrungsmitteln aus der Industrie!"
Abgewandeltes Zitat: Pepi Hopf - Biogemüse Hopf .


Was sind meine Grundprinzipien beim Kochen?


  • Kochen sollte Spass machen und Freude bereiten
  • Bunt ist gesund
  • Kräuter sind unsere Heilmittel!
  • Lebensmittel von Biobauern sind gesund
  • Regionale Lebensmittel ist der Vorzug zu geben
  • Wenn kein Bio-Gemüse zur Hand ist, regionales Gemüse verwenden
  • Auch schockgefrorenes Gemüse ist gesund
  • Gemüse aus dem Glas oder aus der Dose ist besser als gar kein Gemüse
  • Zucker ist nicht notwendig und nicht gesundheitsförderlich - deshalb streichen!
  • Ein schmackhaftes, gesundes Essen soll in 15 Minuten bis maximal einer Stunde fertig sein
  • Fleisch sollte in geringen Mengen aber hoher Qualität gegessen werden
  • Obst ist der Snack zwischendurch (keine bis sehr geringe Zubereitungszeit)

Ich bitte um Unterstützung für das Kochbuch!

Ein Autor, der schon mehr als 20 Bücher veröffentlich hat, bittet um Unterstützung? Ja, weil die Recherche zu diesem Buch extrem viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt. Dafür gibt es aber schöne Geschenke!

(Was passiert beim Crowdfunding, wenn ein Projekt nicht ganz finanziert werden kann? Jeder Unterstützer erhält einfach sein Geld zurück.)

Die nennt man beim Crowdfunding "Dankeschön".

Zum Projekt!

Meine bisher erschienen Bücher

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer, Sachbuchautor, Hobbykoch
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P.S.: Auf Instagram folgen und sehen, was es alles zum Essen gibt ;-).

Samstag, Februar 18, 2017

Kreative Unschärfe mit Lensbaby Spark Objektiv

Kreative Unschärfe zum Einsteiger-Preis

Lensbaby Spark

Tilt & Shift Objektive sind üblicher Weise wegen ihres komplexen Aufbaus und der geringen Produktions-Stückzahlen im Hochpreis-Segment angesiedelt. Eine günstige Einstiegs-Droge stellt für experimentierfreudige Fotografen das Lensbaby Spark dar.

Video anklicken und ansehen!

Der Aufbau des Lensbaby Spark

Das Lensbaby besteht aus einem Tubus, der an einen Balgen ohne Stangen erinnert. Dadurch kann die Linse mit den Fingern bewegt werden. Scharfstellen der anderen Art. Darüber hinaus wird es auch gekippt (Tilt-Effekt) und somit die Schärfen-Ebene mit jeder kleinen Bewegung der Finger verändert. Die Naheinstell-Grenze des 50 mm Objektivs ist 33 cm und gearbeitet wird mit einer Fix-Blende von 5,6. Die Kamera muss manuell bedient werden. Somit arbeitet man mit der ISO-Einstellung und Verschlußzeit, um richtig zu belichten. Es empfiehlt sich jedenfalls im RAW Format zu fotografieren, um in der Nachbearbeitung der Fotos noch genug Spielraum zu haben.

Es ist ganz klar, dass es sich hier um ein kreatives Werkzeug handelt, das nicht mit hochwertigen Objektiven verglichen werden kann, aber die Ergebnisse sind lustig und lassen sich auch sehen. Das ganze gibt es für Nikon und Canon Bajonett um unter € 100,- im Fachhandel. Wer direkt bestellen will findet den Link weiter unten!

Fotografiert mit Lensbaby Spark und Nikon D 3200

Einsatzgebiete für das Lensbaby Spark

Das Lensbaby Spark ist auf jeden Fall für kreative Porträts mit Wechselspiel aus Schärfe- und Unschärfe-Bereich, aber auch für Naturaufnahmen und Architektur sehr zu empfehlen.

Lensbaby Spark kaufen

Foto Workshops buchen

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Samstag, Februar 11, 2017

Die kleinen Power Kompakt-Kameras

Kleine Power Kompakt-Kameras sind für die Reise ideal!

Panasonic Lumix Modelle bieten alles für die Reise
Als Berufsfotograf muss ich mich auf privaten Reisen oft wundern, was Foto-Amateure an Gewicht mit sich herum schleppen. Schon bei der beruflichen Tätigkeit als Fotograf, achte ich auf wenig Gewicht. Okay, für ein Shooting, das an einer bestimmten Location stattfinden soll, hat man einige Koffer mit, aber doch nicht auf einer privaten Reise. Da bevorzuge ich die kleinen Power Kompakt-Kameras, die von Panasonic, Sony, Fujifilm, Nikon, Canon und anderen Firmen angeboten werden. Sie passen in jede Jacken-Tasche und können fast alles und oft mehr, als die großen Spiegelreflex-Kameras. Ab der Preisklasse von € 300,- bis € 400,- gibt es schon interessante Modelle.

Auf's Video klicken und ansehen!

Was darf man an Leistung erwarten?

Nur wenige Modelle bieten auch einen Sucher, wem das wichtig ist, der sollte darauf achten. Vollformat Sensoren gibt es natürlich nicht, allerdings für Urlaubsbilder bis maximal 13 x 18 cm Prints, ist das auch nicht nötig. Dafür gibt es eine komplett manuelle Bedienung, wenn man selbst die Blende, Verschlußzeit und die ISO einstellen will. Viele Modelle bieten einen unglaublichen Brennweitenbereich von Weitwinkel bis Supertele. Darüber hinaus bieten manche Modelle GPS und / oder direkte Bildübertragung auf's Smartphone. Intelligente Automatik, Programmautomatik, Szenenprogramme gehören zum normalen Leistungsumfang solcher Kameras.

Das Objektiv ist so gut wie der Linsenhersteller!

Bei Panasonic arbeitet man mit Leica Objektiven. Diese Linsen lassen nichts zu wünschen über. Sony setzt bei den Objektiven auf eine Zusammenarbeit mit Carl Zeiss. Natürlich ist auch auf Nikkor bzw. Canon Technologie zu setzen, wenn man scharfe Fotos schießen möchte.

Vor- und Nachteile der kleinen Kompakt-Kameras

Die Vorteile liegen auf der Hand. Sie bieten hohe Abbildungsqualität, sind sehr klein und leicht. Wenn wer einen ganzen Tag in fremden Ländern unterwegs ist, kein Konzept hat und nicht weiß, was das nächste Motiv sein könnte, dass er unbedingt fotografieren sollte, schätzt solche Kameras.

Doch die geringe Größe und leider auch die Leichtgängigkeit der Knöpfe und Drehräder führt, selten aber doch, zur ungewollten Fehlbedienung der Kamera. Viel zu leicht lassen sich manche Knöpfe, auch unabsichtlich, drücken und schon hat man etwas anderes eingestellt.

Die Sonne lacht, also Blende 8?

Leider kann man viele Modelle nur bis Blende 8 abblenden. Hier wäre es wünschenswert, dass die Hersteller nachbessern.

Mehr über Fotografie nachlesen!

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor
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Sonntag, Januar 29, 2017

Welche Filter braucht man als Fotograf?

Manche Filter sind in der Fotografie absolut notwendig!

Ein Zirkular Polfilter gehört in jede Fototasche
Es gibt so viele verschiedene Filter, dass man leicht den Überblick verliert. Welche Filter braucht man als Fotograf unbedingt, welche sind nicht nötig und welche sind absolut sinnlos?

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Der Polfilter

Ein zirkularer Polfilter gehört in jede Tasche mit einer digitalen Kamera, deren Objektiv ein geeignetes Schraubgewinde hat. Damit kann man durch drehen des Filters und Perspektivenänderung Spiegelungen aus Glas- und Metallflächen reduzieren oder komplett ausblenden. Gerne wir er auch verwendet, um den Himmel in der Abbildung dunkler zu gestalten. Somit kommen auch Wolken stärker gezeichnet hervor. Wenn man keinen Graufilter dabei hat, hilft er auch zu viel vorhandenes Licht zu schlucken, um mit Offenblende zu fotografieren.

Graufilter

Graufilter gibt es in vielen Abstufungen und man benötigt eigentlich mehrere davon, um das Licht so zu reduzieren, wie man es für die Aufnahme benötig. Gerne werde sie verwendet, um fließendes Wasser in Bewegung zu zeigen anstatt einzufrieren. Mit dunklen Graufiltern kann man auch am Tag Langzeitbelichtungen durchführen. Alles was sich bewegt ist dann nicht mehr auf der Abbildung drauf. Das bedeutet, dass vorbeigehende Menschen verschwinden und man z.B. Sehenswürdigkeiten ohne rote Rucksäcke der Touristen aufnehmen kann. Auch Lichtmalereien am helllichten Tag sind dadurch möglich. Deshalb gehören Graufilter unbedingt ebenfalls in eine Fototasche.

Warming Filter

Ab und zu möchte man bei kaltem Kunstlicht Aufnahmen machen. Hier gibt es zusätzlich zum manuellen Weißabgleich die Möglichkeit mit einem warming Filter zu fotografieren. Damit entfernt man die Grün- bis Blautöne, die vor allem durch Leuchtstoffröhren die vorhanden Farben komplett verändern. Es ist sinnvoll Einen zu besitzen, allerdings wird er selten gebraucht.

Sterneffekt Filter

Sterneffekt Filter schaffen aus punktuellen Lichtquellen Sterne in der Abbildung. Sie brechen das Licht. Es gibt verschiedene Ausführungen, die verschieden viele Lichtstrahlen um die punktuelle Lichtquelle zeichnen. Diese Effekte sind sehr nett anzusehen, allerdings, kann man das auch nachträglich in der Bildbearbeitung integrieren. Somit sind sie nicht unbedingt notwendig.

UV oder Sky Filter

UV Filter sind in der analogen Fotografie wichtig gewesen, weil die Linsen in den Objektiven nicht so gut vergütet waren. Heute braucht man keinen UV Filter. Viele Fotografen wollen damit einfach nur die erste Linse des Objektivs vor Schaden bewahren, allerdings müssen sie in Kauf nehmen, dass durch die Abbildungsqualität leidet.

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Mehr fotografisches Wissen

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Foto Trainer und Sachbuchautor
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Freitag, Januar 27, 2017

Wie wird man Fotograf?

Wie man FotografIn wird?

Foto (c) Wolfgang Schwarzer - www.WolfiMania.at
Sehr viele Menschen fotografieren gerne und gut. Manche dieser Menschen möchten das auch beruflich tun. Was aber gibt es dabei zu beachten? Wie kann man sich Schritt für Schritt, diesem Wunschtraum annähern? Welche technischen und unternehmerischen Voraussetzung sollte man dafür schaffen? Irgendwann, vor langer Zeit, hatte ich diesen Wunschtraum. Nach vielen anderen beruflichen Aktivitäten, ist mir das gelungen. Ähnlich war es bei meinem Interview Partner Wolfgang Schwarzer, Fotograf aus Wien - Floridsdorf.

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Wie lernt man fotografieren?

Es klingt vielleicht komisch, aber fotografieren kann man zunächst mal sogar ohne Kamera lernen. Mit offenen Augen durch die Welt gehen und die Schönheiten, die uns umgeben, bewusst wahrnehmen ist quasi die erste Lektion. Danach kommt natürlich sehr viel technisches Wissen, das man sich mit Kamera und Zubehör aneignen muss. Deshalb rate ich immer in meinen Foto Workshops die Gebrauchsanweisung der Kamera und Zubehörteile zu lesen. Danach benötigt man viel Zeit, um die Technik in der Praxis kennen zu lernen und zu testen.

Ist man mit der Technik vertraut, kommt der nächste Schritt: Komposition, Lichtführung, Perspektive, Bildschnitt usw. Dafür benötigt man wieder viel Zeit. Hilfreich sind hier: Literaturstudium, Fotoseminare, Videoerklärungen, usw. Man möge bedenken, dass es sich um einen Beruf handelt, deren Lehrzeit bis zur Meisterprüfung in Österreich 3 Jahre betragen hat. Seit kurzer Zeit ist das Gewerbe der Fotografie in Österreich ein freies Gewerbe, das bedeutet, jeder kann sich diesen Gewerbeschein holen. Es wäre aber sehr töricht, zu glauben, man kann fotografieren, wenn man nur mit der Vollautomatik der Kamera arbeitet.

Darüber hinaus darf man nicht vergessen, dass jene Menschen, die nicht genau hin sehen, die Qualität eines Fotos gar nicht feststellen können. Sie sind oft schon mit Handyfotos völlig zufrieden. Wozu braucht man dann noch FotografInnen?

Ganz einfach, weil sie Top Fotos liefern. Ich möchte hier den Vergleich zur Musik ziehen: Nicht jeder Musiker spielt in der Wiener Oper, aber wenn wer dort spielt, hört sich sein Instrument anders an, als von einem Hobby Musiker, oder? Gleiches gilt für alle Berufe, auch für den Beruf des Fotografen.

Müssen Fotografen auch Unternehmer sein?

Ja natürlich. Ohne betriebswirtschaftlichen Wissen, kann sich niemand selbständig machen und erfolgreich seine Brötchen verdienen. Darüber hinaus kommt auch juristisches Wissen dazu. Steuern müssen bezahlt werden, die Sozialversicherung sollte abgeführt werden. Marketing, Werbung, P.R. sind notwendig und nicht zuletzt sollte sehr viel IT (Informationstechnologie) Wissen bereit stehen. Da geht es nicht nur um die Bildverarbeitung am Computer!

Ist es möglich als Fotograf gutes Geld zu verdienen?

Ja, das ist möglich. Allerdings ist aller Anfang schwer. Jedes neue Unternehmen braucht Zeit um bekannt zu werden und irgendwann dann auch wirklich gut zu verdienen. Dazu sollte man von seiner Persönlichkeitsstruktur folgendes mitbringen:


  • Kommuniktions-Kompetenz
  • Technisches Wissen
  • Unternehmerisches-Wissen
  • Disziplin und Ausdauer
  • Geduld
  • Neugier


Kompletter Fotolehrgang inklusive Zertifikat

Fachliteratur

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Foto Trainer und Sachbuchautor
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Samstag, Januar 14, 2017

Mit Systemblitz richtig blitzen

Kompakte Systemblitze richtig einsetzen

Harald Mizerovsky erklärt Fotografie
Die kompakten Systemblitze von Yongnuo erobern langsam aber sicher die Welt der Fotografen. Sie sind weit günstiger, sowohl als TTL Ausführung, wie auch als manuelle Geräte mit Funkauslösung, sie sind robust für den harten Einsatz und auch noch dazu sehr günstig! Ganz klar: meine Empfehlung!

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Die Chinesen wissen was sie tun. Sie bauen Kompakt Blitzgeräte, die einwandfrei ihre Arbeit machen und das zu einem unschlagbaren Preis. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum sich Systemblitze immer mehr durchsetzen und durchaus den Markt der Studio Blitzgeräte aufwirbeln. Mich erinnert das durchaus an jede Zeit (1999 bis 2003), als sich die Digital Kameras, langsam aber doch, immer mehr gegen die analogen Kameras durchgesetzt haben.

Richtig blitzen mit Systemblitz

Wichtig ist es jedenfalls, den auf der Kamera befindlichen Systemblitz, indirekt zu verwenden, also den Reflektor zu drehen und zu schwenken. Man blitz auf helle Wände oder Reflektoren. Dadurch kann kein rotes Auge entstehen, es gibt keine harten Schlagschatten und mit zusätzlichen Lichtformern am Blitzgerät wird das Licht weich.

Eingebauter direkter Blitz als Auslöser für Systemblitze in der Slave Funktion

Wenn man nur einen einzigen Systemblitz hat, kann dieser auch durch den eingebauten Blitz jeder kleinen Kompakt Kamera als Slave Blitz mit Lichtformer ausgelöst werden. Allerdings sollte man den eingebauten Blitz durch kostengünstiges Zubehör ablenken, dass er den Systemblitz auslöst und nicht direkt auf's Motiv gerichtet ist.

Die kostengünstigste professionelle Blitz Variante

Ein Systemblitz inklusive Lichtformer auf einem Lampenstativ kann im Slave Modus frei um das Motiv positioniert werden. Der Objektiv Reflektor wird auf das Objektiv gesetzt. Den gibt es in den Farben: Silber, Gold und Weiß. Damit löst der interne Blitz nur noch den Systemblitz aus und blitzt nicht direkt auf's Motiv.

Alles klar? Wenn nicht: Schau dir das Video an und abonniere meinen Youtube Channel.

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(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Foto Trainer, Sachbuchautor
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Samstag, Januar 07, 2017

Das kleinste Porträt Heim Fotostudio (auf nur 4 m2) der Welt

Foto Heimstudio auf einer Fläche von nur 2 x 2 Meter (4 m2). Ist das möglich?

2 Stück Roundflash Striplights machen es möglich
Viele Amateure glauben, dass sie zu wenig Platz in ihrer Wohnung haben, um ein professionelles Porträt Fotostudio aufzubauen. Andere glauben wiederum, dass ein komplettes Fotostudio mit Lichtformern sehr teuer sein muss. Beides stimmt nicht. Eine Kamera mit eingebautem Blitz (das kann im Prinzip auch eine kleine Kompakt Kamera sein), zwei manuelle Systemblitze, drei Lampenstative und einfärbige Wände bzw. ein oder mehrere Falthintergründe reichen völlig aus, um gute Porträts im Heimstudio zu fotografieren. Ohne Kamera müsste man, um ca. € 400,- , das Foto Heimstudio auf einer Fläche von nur 4 m2 aufbauen können.

Auf's Video klicken und zusehen wie das funktioniert!

Das Herzstück: 2 Striplights von Roundflash

Erst seit relativ kurzer Zeit gibt es die Striplights von Roundflash. Eine Top Idee. Ein Top Produkt. Striplights werden im Fotostudio normaler Weise dafür verwendet um Streiflicht an der Umriss Kante des Motivs zu erzeugen. Schaut auch bei längeren Haaren gut aus, dann sagt man auch Haarlicht dazu. Auch in der Akt Fotografie werden sie gerne verwendet, um schöne Schatten in der Lichtführung zu erzeugen. Die meisten Striplights sind allerdings nicht nur hoch, sondern auch breit und tief. Deshalb benötigen sie eine größere Stellfläche. Die Striplights von Roundflash benötigen nur eine winzige Stellfläche (weniger als das Lampenstativ). Sie sind ultra leicht, klein verpackbar und passen in jeden Foto Rucksack. Sie besitzen auch Waben, um das Licht gleichzurichten, die abnehmbar sind. Dann breitet sich das Licht mehr aus und wird weicher. Das ist dann auch die Lösung, den Reflektor am Objektiv besser einzusetzen. Probiert es einfach aus!


Welches Studio Zubehör benötigt man sonst noch?

Um die Striplights aufhängen zu können, sind zwei Lampenstative ideal. Diese können auch von der Position leicht verschoben werden. Befeuert werden die Roundflash Striplights mit jeweils einem Systemblitz. Rein manuelle Aufsteckblitze, die man als Slave verwenden kann, reichen hier völlig aus. Das bedeutet, der interne Blitz der Kamera wird verwendet um die beiden Blitze im Slave Modus auszulösen. Der interne Blitz der Kamera sollte allerdings abgedeckt werden oder wie im Video gezeigt, mit irgendeinem Diffusor verwendet werden, um hartes, direktes Licht zu vermeiden. Eine weitere Lösung wäre ein dritter Systemblitz, der einen Schwenkreflektor besitzt und auf den Blitzsteckschuh der Kamera aufgesetzt wird. Damit kann man dann in jede andere Richtung blitzen, um die Slave Blitzgeräte auszulösen.

Zu den Blitzgeräten, die im Video verwendet wurden:


Natürlich kann man das ganze noch mit anderen Lichtformern professionalisieren, wie in meinem Booklet: Das kleine Foto-Studio beschrieben. Ein Beautydish und kleine Reflektoren in den Farben Silber, Gold und Weiß sind hier sehr hilfreich.


(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Foto Trainer und Sachbuchautor

Dienstag, Januar 03, 2017

Brennweite, Objektive und Bildausschnitt

Was ist die richtige Brennweite?

Wann verwende ich welches Objektiv?

Wer eine DSLR Kamera oder eine spiegellose Systemkamera besitzt will mehr, sonst hätte er eine Bridge Kamera oder eine Kompakt Kamera gekauft. Mehr an Objektiven kann aber sehr schnell ins Geld gehen und wer nicht im Lotto gewonnen hat, sollte deshalb genau analysieren, welche Brennweiten er wirklich benötigt.

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Zoom oder Festbrennweite?

Die heutigen Zoom Objektive sind in der Abbildung schon sehr gut, allerdings sind Festbrennweiten kostengünstiger und bringen im Regelfall mehr Schärfe ins Bild. Darüber hinaus sind sie auch lichtstärker, weil weniger Linsen verbaut sind. Für den Anfang reicht ein moderates Zoom zum Kamera Body. Danach sind Festbrennweiten sehr empfehlenswert.

Was bedeuten die mm-Angaben?

Die Angaben in mm beziehen sich meistens auf das Vollformat. In der Zeit der analogen Fotografie war die Aufnahmefläche 36 x 24 mm groß. Das entspricht dem Vollformat. Sensoren von Kompakt Kameras, Bridge Kamera, System Kameras und natürlich von Smartphones sind wesentlich kleiner. Mittelformat Sensoren noch größer! Da das Vollformat, also die Kleinbild Fotografie weltweit über Jahrzehnte beliebt war, spricht man bei Brennweiten Vollformat-Sprache ;-).

mm Brennweite beim Vollformat:

8 bis 16 mm: Fisheye Objektiv - Fun Faktor 180° Blickwinkel
18 bis 24 mm: extremes Weitwinkel Objektiv - für kleine Räume und Landschaften bzw. Architektur
25 bis 35 mm: Weitwinkel Objektiv - Street Photography
40 bis 65 mm: Normal Objektiv - Bildausschnitt der menschlichen visuellen Wahrnehmung
85 bis 105 mm: Typisches Porträt Tele Objektiv - Verzerrungsfreie Porträts möglich
135 bis 300 mm: Tele Objektiv - Um Motive heranzuholen
ab 400 mm: Super Tele Objektiv - Sport, Tiere, usw.

Für 2/3 Format gilt der Crop Faktor 1,5. Das bedeutet die Angabe am Objektiv muss mit 1,5 multipliziert werden. Für Micro Four Thirds Sensoren gilt der Crop Faktor 2, also muss die mm-Angabe am Objektiv mit dem Faktor 2 multipliziert werden. Je kleiner der Sensor, umso größer der Crop Faktor. Üblicher Weise redet man bei Brennweiten Angaben im Vollformat Modus ;-). Also sollten alle, die kein Vollformat besitzen umrechnen ;-).

Bildausschnitt und Bildwirkung:

18 mm Brennweite - Fisheye Objektiv
24 mm Brennweite - Weitwinkel Objektiv
50 mm Brennweite - Normal Objektiv
160 mm Brennweite - Tele Objektiv
Letztendlich entscheidet der Tätigkeitsbereich die notwendigen Brennweiten. Sport- und Tier Fotografen benötigen Tele Objektive und oft auch Super Tele Objektive. Für Architektur und Landschaft bzw. Street Photography sind Weitwinkel Objektive empfehlenswert. Ich als Porträt Fotograf verwende sehr oft Brennweiten von 50 bis 105 mm.

Mehr darüber lesen!

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(c) Harald Mizerovsky
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Donnerstag, Dezember 29, 2016

Praxis Test: Olympus OM-D E-M1

Die Olympus OM-D EM1 im Praxistest


Olympus OM-D E-M1
Bei der Olympus OM-D E-M1 handelt es sich um eine kleine, leichte und hochgelobte spiegellose Kamera mit Micro Four Thirds Sensor. Dieser wird vor allem von Olympus und Panasonic verbaut und hat ca. die halbe Größe eines Vollformat Sensors. Die Angaben der Brennweiten der Objektive müssen deshalb mit dem Crop Faktor 2 umgerechnet werden (25 mm wären dann 50 mm im Vollformat). 16 Millionen Pixel schafft dieser kleine Sensor. Ist die Kamera wirklich ein Wunderding oder verspricht sie mehr als sie halten kann? Ich habe sie für mich getestet.

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Das Erste, das auffällt ist die Größe und das Gewicht. Sie ist wirklich samt Zoom Objektiv sehr leicht und man benötigt nur eine kleine Foto Tasche. Weiters gibt sie sich im Retro Look und hat somit viele Räder und Knöpfe, um auch manuell damit die Einstellungen schnell umzustellen. Einen eingebauten Blitz hat sie nicht, dafür aber einen Blitzsteckschuh für Systemblitze und außerdem wird ein Miniblitz mitgeliefert, der gegen den Blitzsteckschuh ausgetauscht werden kann. Bei der Wahl der Wechselobjektive ist man nicht auf die Objektive von Olympus beschränkt, weil Objektive, die für Micro Four Thirds Sensoren gebaut werden, auch von anderen Herstellern genutzt werden können.

Die Kamera liegt trotz geringer Größe gut in der Hand, allerdings muss man den Finger stark krümmen, um den Auslöser zu betätigen. Weiters sind die Druckknöpfe sehr leichtgängig. Das birgt die Gefahr mit sich, dass man einen von denen unabsichtlich drückt. Das kann nervig werden. Sobald man den Auslöser halb runterdrückt, merkt man die Stärke der Kamera. Der Auto Focus funktioniert auch bei wenig Licht sehr schnell. Weiters ist die Serienbild Funktion wirklich schnell.

Sie bietet viele Funktionen und Programme, kann aber auch völlig manuell bedient werden. Als Nikon Fotograf ist das Menü für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Wenn man eine Zeit damit arbeitet, wird man sich aber sicher damit zurecht finden.

Testbild mit Olympus OM-D E-M1

Stärken der Olympus OM-D E-M1


  • Sie ist klein und leicht
  • Spritzwassergeschützt (wurde nicht getestet)
  • Klappdisplay
  • Blitzschuh
  • Schneller Auto Focus
  • Serienbildfunktion
  • W-LAN
  • 4k Video
  • Viele Wechselobjektive!

Schwächen der Olympus OM-D E-M1


  • Die Knöpfe sind sehr leichtgängig
  • Die Funktionen und Programme versprechen mehr, als sie halten

Empfehlenswert für


  • Foto Amateure
  • Video Filmer
  • Pressefotografen
  • Reisefotografie und Dokumentationen
  • Blogger und Youtuber


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