Montag, November 13, 2017

Langzeitbelichtung

Langzeitbelichtung - Blaue Stunde und Nachtfotos

Foto (c) Harald Mizerovsky
Nikon D5200 | 18 mm | F 8 | 30 Sekunden | ISO 100 | am Stativ | mit Fernauslöser im Lifeview-Modus ohne VR ausgelöst

Unter einer Belichtungszeit von 1/30 Sekunde spricht man bei einem 50 mm Standard-Objektiv von einer Langzeitbelichtung. Wichtig dabei ist, dass sich weder die Kamera noch das Motiv bewegt, ausgenommen es handelt sich um bewegte Lichter in der Nacht, die dann zu Lichtspuren im Bild werden.

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Ein Stativ ist notwendig

Ohne festen Untergrund funktioniert das natürlich nicht, weil jede Erschütterung ein Foto mit Bewegungsunschärfe abgeben würde. Ob man jetzt ein Dreibein, einen Bohnensack oder ein Guerilla Pod verwendet ist nebensächlich.

Der Fernauslöser usw.

Ein Fernauslöser (Kabel oder Funk) verhindert, dass man selbst, beim Auslösen, die Kamera bewegt.

Bei DSLR Kameras sollte man auch auf den Lifeview-Modus umsteigen, damit das hochklappen und Zuklappen des Spiegels keine Erschütterungen und Mikro-Bewegungen auslöst.

Scharf gestellt wird manuell, weil der Autofokus bei Dunkelheit Probleme mit dem Scharfstellen bekommt. Darüber hinaus wird der Stabilizer abgestellt.

Foto (c) Harald Mizerovsky
Bewegte Lichter werden zu Lichtspuren

Die Blende 8 und mehr

Ab Blende 8 hat man eine schöne Abbildungsqualität und alles, was halbwegs weit vom Standpunkt weg ist, wird scharf dargestellt. Möchte man ohne Sterneffekt-Filter einen Sterneffekt schaffen, schließt man die Blende komplett, worunter aber die Abbildungsqualität leidet.

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Fotoliteratur für Fotofreunde

Photographers Portfolio

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor
https://www.mizerovsky.com




Samstag, November 11, 2017

Qualitätskriterien in der Fotografie

Wie stellt man die Qualität in der digitalen Fotografie fest?

Fotograf (c) Harald Mizerovsky | Model: Christian Kober
Nikon D5200 | 35 mm Weitwinkel | F 2,2 | 1/125 | ISO 100 | Originalgröße 5413 x 3911 Pixel | 3 Blitzgeräte
Wenn sich zwei Fotografen über ein Foto unterhalten, kann das ein längeres Gespräch werden. Der Laie findet eine Bildbesprechung vielleicht als langweilig und überflüssig. Ihm reicht die Beurteilung "Gefällt mir" oder "Gefällt mir nicht". Allerdings sind viele Faktoren zu beachten, um Fotos zu schaffen, die den meisten Betrachtern gefallen. Mit dem Medientechniker Tino Ranftl als Gesprächspartner habe ich versucht, den Qualitätskriterien auf den Grund zu gehen. Das Interview kann nur eine Meinung darstellen und ist genauso nicht 100-prozentig objektivierbar, wie die Feststellung der Qualität eines Fotos. Im Zeitalter, in dem sehr viele Menschen einfach mit dem Smartphone fotografieren, stellt sich auch die Frage, warum Fotografen so hohe Investitionskosten haben. Reicht nicht auch ein Handy für gute Fotos?

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Wer stellt die Qualität fest?

Wer hat das Sagen, der Kunde oder der Fotograf? Auch wenn der Fotograf das Wissen hat, beurteilt der Kunde die Qualität rein subjektiv. Das ist nicht schlimm, weil das mit allen von Menschen geschaffenen Werken auf diese Art abläuft. Wenn der Konditor eine kunstvoll geschmückte Torte herstellt, beurteilt auch der Kunde das Werk nach seinem Geschmack. Wenn der Konditor allerdings statt Zucker, Salz erwischt, hat niemand eine wirklich Freude mit der wunderschönen Torte.

Kann so etwas auch Fotografen passieren? Gerade dann, wenn sie den Kundenwunsch und die Zielvorstellungen des Kunden nicht erfragen, können sie übers Ziel weit hinaus schießen oder in der Interpretation des Kundenwunsch völlig falsch liegen.

Kriterien wie Bildlook, Farbraum, Bildaussage können eben weit auseinander liegen. Möchte der Fotograf ein Meisterwerk schaffen, anstatt die Wünsche und Vorstellungen des Kunden zu treffen, kann sein Meisterwerk beim Kunden durchfallen. Freie Arbeiten dürfen nach eigenen Vorstellungen durchgeführt werden, aber kein Auftrag.

(c) Fotografie Harald Mizerovsky
Nikon D5200 | 25 mm | F 4 | 1/500 | ISO 100 | Weißabgleich automatisch

Nehmen wir als Beispiel die Porträtfotografie unter die Lupe

Viele Menschen sind es einfach nicht gewohnt vor der Kamera zu posieren. Sie haben es auch nie gelernt. Außerdem sind sie bisher vielleicht nur geknipst worden, also im falschen Licht abgebildet worden und denken deshalb, dass sie nicht fotogen sind. Manche leiden auch unter dem falschen Glauben, dass sie nicht schön genug sind oder sind mit dem eigenen Körper unzufrieden. Andere wiederum sind zurückhaltend und haben ein zu geringes Selbstwertgefühl. Hier wird die Qualität des Fotos nicht von der zur Verfügung stehenden Technik, sondern von der Empathie dem Kunden gegenüber wesentlich beeinflusst. Dem Kunden das Gefühl der Sicherheit zu geben, Ängste (die übrigens die Wenigsten zugeben) in einer Atmosphäre des Wohlfühlens abbauen lassen, ist dann die Devise.

(c) Fotografie Harald Mizerovsky
Model Verena Gruber | (c) Foto Harald Mizerovsky

Gibt es überhaupt objektivierbare Qualitätskriterien?

Ein Liter Milch ist ein Liter Milch und 10 Millimeter sind 10 Millimeter. Ein Foto, das man am Bildschirm sieht ist nicht nur ein Bild, sondern eine digitale Datei mit unglaublich vielen Zusatzinformationen, die der Betrachter nicht sieht.

Informationen die in der Datei gespeichert sind:

  • Dateiformat
  • Pixelanzahl
  • Druckauflösung (dpi = dots per inch)
  • Von welcher Kamera stammt die Aufnahme?
  • Welches Objektiv und welche Brennweite wurde verwendet?
  • Blende
  • Belichtungszeit
  • ISO Lichtempfindlichkeit
  • Wurde ein Blitz verwendet?
  • Wie war der Weißabgleich eingestellt?
  • JPEG-Qualität
  • Farbraum
  • usw.
Alle Werte, die man physikalisch messbar nachweisen kann, sind objektive (harte) Qualitätskriterien. Wenn man weiß, wie groß und für welchen Zweck ein Foto gedruckt werden soll, wird man die dpi entsprechend verändern. Verlangt der Kunde ein Großformat und erhält eine Bildschirmauflösung, wurde der Auftrag nicht richtig erfüllt.

Die weichen Qualitätskriterien in der Fotografie

Bildkomposition, Lichtführung, Perspektive, Farbgebung, Formen und Symbole sind im Gegensatz zu den harten Kriterien wie Blende, Belichtungszeit, Sensorgröße ISO usw. die "weichen" Kriterien. Wenn nun die Beurteilung durch den Betrachter erfolgt, der von allen diesen harten Kriterien keine Ahnung hat, spielen eben andere Dinge eine wesentliche Rolle. Ist der Betrachter ein visueller Wahrnehmungstyp? Was ist seine Lieblingsfarbe? Welche Formen und Symbole beeinflussen ihn?

Darüber hinaus, zeigt der Betrachter das Foto anderen Menschen in seiner Umgebung und erhält Feedbacks, die seine Meinung zum Foto wieder ändern können.

Immer wieder kommt es vor, dass eine porträtierte Person, obwohl sie positives Feedback vom Umfeld bekommt, selbst nicht zufrieden ist. Das hat aber dann weniger mit der Qualität des Fotos, sondern mit dem eigenen Selbstwert zu tun.

Kann die Qualität durch Kommunikation gesteigert werden?

(c) Fotografie Harald Mizerovsky
Bei Fotoreportagen und in der Sportfotografie muss man blitzschnell sein

Gut Ding braucht Weile. Fotografen sollten auch eine hohe kommunikative Kompetenz und Empathie in den Job mitbringen. Das technische Wissen und die künstlerische Kreativität sind nur zwei Faktoren um Fotos zu schaffen, die auch der Mehrheit der Betrachter gefallen. Kommunikation benötigt Zeit und Geduld. Wer keine Zeit hat, sollte gar nicht erst anfangen zu fotografieren. Wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel. Fotoreporter müssen einerseits geduldig sein, aber wenn etwas passiert zählt die Geschwindigkeit und nicht unbedingt die Bildkomposition.

Im Auge des Betrachters

Letztendlich liegt es im Auge des Betrachters, ob ein Foto als qualitativ hochwertig erscheint und das Foto gefällt. Wer schon mal bei Fotowettbewerben mitgemacht hat, weiß dass die Geschmäcker sehr unterschiedlich sein können. Mit der Jury sind meistens nur die Ausgezeichneten zufrieden. Fotoamateure haben den Vorteil, dass sie die Fotos für sich selbst machen und wenn es ihnen selbst gefällt, was sie kreativ schaffen, dann ist die Welt in Ordnung.

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Website Tino Ranftl

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor
https://www.mizerovsky.com

Mittwoch, November 08, 2017

Fotografieren mit dem Ringlicht

Beauty Portraits mit dem Ringlicht

Das Ringlicht zaubert das typische, ringförmige Catchlight in die Augen
Wer gerne Porträts fotografiert, sollte auch ein Ringlicht besitzen. Nur das Ringlicht zaubert diese klar sichtbaren Ringlichter (Catchlight) in die Augen der porträtierten Person. Vor allem im Beauty- und Fashion-Bereich ist es sehr beliebt.

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Das Ringlicht ist eine sehr kostengünstige Lösung für optimale Ausleuchtung

Durch die LED-Technik sind Ringlichter schon um rund € 100,- erhältlich. Man sollte darauf achten, dass man die Lichtmenge über einen Dimmer steuern kann. Als Zubehör benötigt man nur noch ein Lampenstativ. Ohne Akku ist man an die Steckdose gefesselt. Als Dauerlicht kann man das Ringlicht auch zum Ausleuchten von Videoaufnahmen einsetzen. Weiters ist es auch für Makro Aufnahmen sehr gut geeignet. Es gibt also auch andere Anwendungsgebiete, als Portrait Shootings.

Die Einstellungen

Nachdem sich beim porträtieren niemand schnell bewegt, reicht eine Belichtungszeit von ca. 1/60 Sekunde. Greift man zum leichten Tele Objektiv, kann man auf 1/100 Sekunde erhöhen. Das typische Catchlight erzielt man am besten bei sehr kurzen Distanzen. Da das Ringlicht dafür mehr als genug Licht abgibt, reicht ein ISO Wert von ca. 100. Fotografiert wir mit der Blendenvorwahl. Ob man mit offener Blende oder Blende 8 fotografiert ist Geschmacksache. Um die Größe des Catchlights zu verändern, verringert oder erhöht man die Distanz zu den Augen. Den Weißabgleich kann man entweder auf Automatik lassen oder manuell messen.

Bei größerer Distanz wird das Catchlight kleiner

Ein großer Vorteil

Das Dauerlicht ermöglicht es, mit jeder Kamera zu arbeiten. Im Prinzip funktioniert das auch mit einer ganz billigen Kompaktkamera. Alles in allem ist das wahrscheinlich die günstigste Lösung, für ein kleines Porträt Fotostudio.




(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor



Dienstag, November 07, 2017

Fotografieren mit der Lochblende

Fotografieren mit der Lochblende oder mit dem Holga-Objektiv

Porträt mit Holga-Objektiv, auf SW umgewandelt und mit Vignette  versehen
Der Begriff Kamera kommt von Kammer (lat. Camera). Schon in der Antike wusste man, dass eine kleine dunkle Kammer mit einem kleinem Loch ein Bild der Realität verkehrt an die hintere Wand wirft. Je kleiner das Loch ist, umso schärfer wird abgebildet. Bastelt man eine Schachtel mit Loch, spricht man von der Camera Obscura, mit der schon Maler in der Neuzeit gearbeitet haben. Lochblenden und Holga-Objektive (Weiterentwicklung der Lochblende) sind für billiges Geld zu haben und ermöglichen einen kreativen Bildlook.

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Die Holga-Kamera

In China wurde die Holga-Kamera als Fotoapparat für das breite Volk produziert. Die Kamera sollte für alle erschwinglich sein. Das Objektiv entspricht ca. einer 60 mm Brennweite und die Fixblende (das kleine Loch) einer Blende 8. Die billige Linse ist unvergütet. Nach kurzer Zeit hatte die Kamera in den USA und in Europa Kultstatus erreicht. Sie liefert eben den typischen Holga-Look.

Lochblenden und Holga-Objektive für Kameras als Wechselobjektiv

Für wenig Geld sind heute beide Varianten für System- und DSLR-Kameras im Handel erhältlich. Dabei muss die Kamera auf rein manuellen Modus gestellt werden und man kann nur noch mit der Belichtungszeit und den ISO-Werten die Lichtmenge regulieren. Ist wenig Licht vorhanden benötigt man ein Stativ für Langzeitbelichtungen unter 1/30 Sekunde.

Originalfarbe mit Holga-Objektiv

Holga-Effekt mit Software erzeugen

Als Alternative bieten auch einige Bildbearbeitungsanwendungen den Filter "Holga" als Softwarelösung an. Wer den unscharfen Bildlook mit verwaschenen Farben mag, sollte meiner Meinung nach aber in so ein billiges Teil investieren. Es macht Spass damit zu arbeiten und es ist ein kreatives Werkzeug. Die Linse macht jede moderne Kamera zum alten Fotoapparat.




(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor

 

Samstag, November 04, 2017

Erfolgreich sein auf Instagram - Tipps und Tricks

Erfolg auf Instagram hat mit Kommunikation zu tun

@fotografie.mizerovsky auf Instagram
@fotografie.mizerovsky auf Instagram
Instagram wurde 2010 von Kevin Systrom und Mike Krieger entwickelt. Seit 2012 ist Instagram auch in der mobilen Version, zuerst auf Android, eine Plattform für die Veröffentlichung von Fotos und Videos auf fast allen Plattformen. Das ist auch der Grund, warum Fotografen, Grafiker, bildende Künstler Instagram gerne nutzen. Bis Juni 2016 wuchs die Mitgliederzahl auf unglaubliche 500 Millionen weltweit an. Das ist schon eine beeindruckende Anzahl an erreichbaren Menschen hinter den Geräten. Wie wird man erfolgreicher Instagramer?

Ausdauer und Kommunikationsfähigkeit sind gefragt

Zunächst mal gilt, wie für alle Social Web Plattformen, Geduld und Ausdauer als wichtige Tugend für den Erfolg auf Instagram. Wer nicht in der Lage ist, zumindest wöchentlich, wenn nicht täglich, ein Foto oder Video zu posten, der wird relativ rasch frustriert sein. Vor allem wenn man Instagramer mit 10.000 und mehr Followers erlebt. Selbstmotivation ist dann das Einzige, was dagegen hilft, alles hinzuschmeißen. Wenn man eben nicht so berühmt ist wie manche Stars aus Hollywood, bleibt nur Fleiß und Ausdauer, um berühmt zu werden.

Es mutet zwar die Sprache mit den #hashtags für Neulinge komisch an, aber auch das ist Kommunikation. Nicht zu vergleichen mit einem Blog (da muss man viel lesen) oder einem Facebook Posting (da muss man weniger lesen). Außerdem sagt man ja auch: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte." Instagram ist eindeutig eine Art der Bildkommunikation, also für Fotografen quasi erfunden. Die Instagramer halten sich auch daran und tauschen, wenn überhaupt nur wenige Worte oder Hashtags aus. Trotzdem ist es wichtig, in diese Art von Kommunikation aktiv einzusteigen und sich zu beteiligen. Wer einem anderen Instagramer positives Feedback gibt, erhält üblicher Weise nach Kurzer Zeit ein Dankschön dafür. Ähnlich ist es mit dem Folgen. Folgt man jemanden ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass dieser Instagramer zum Follower wird. Geben und nehmen ist die Devise auf Instagram.

In welcher Sprache kommuniziert man am besten?

Instagram ist natürlich international und gerade das macht den gewissen Reiz aus. Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen und natürlich ihre Fotos. Damit wird die englische Sprache für viele User zur ersten Wahl. Allerdings kann man das auch regional auf die eigene Sprachregion eingrenzen, weil dadurch unter Umständen die Möglichkeit besteht auch Menschen aus der Nachbarschaft zu kontaktieren. Über die Chat Funktion kann man Kontaktdaten austauschen und sich vielleicht auch mal im wirklichen Leben verabreden. Ob privat oder beruflich von Vorteil, entscheidet jeder selbst.

Berufliche Accounts benötigen ein Motto

Bei rein privaten Mitgliedern ist es wahrscheinlich egal, was sie posten. Nützt man den Account hingegen beruflich, sollte man sich ein Thema oder Motto zulegen. Das Motto für Fotografen ist natürlich, die eigene Arbeit bekannt zu machen und Feedbacks zu erhalten. Es wäre aber auch denkbar und auch dankbar, das Thema noch mehr einzugrenzen, wie z.B.: Landschaftsfotografie, Makrofotografie, Architekturfotografie, Porträtfotografie oder Tierfotografie. Je mehr das Thema eingeschränkt werden kann umso mehr Fans bleiben als Follower dran und das erhöht den Erfolg auf Instagram.

Unarten, die man sich gar nicht angewöhnen sollte

Natürlich gibt es auch auf Instagram Mitglieder, die glauben sie müssen durch Tricks ihre Follower Anzahl erhöhen. Im Internet gibt es unzählige Anleitungen dazu. Manche User folgen dir und einen Tag später sind sie wieder weg. Ernsthafte Instagramer hassen so etwas und es macht auch überhaupt keinen Sinn. Meiner Meinung nach sollte man von solchen Handlungsweisen Abstand nehmen.

Was haben Fotografen davon?

Die Vorteile für Fotografen sind vielschichtig. Einerseits erhält man oft ernsthaftes Feedback von Fachkollegen, das sich sehr motivierend auf die eigene Arbeit auswirken kann. Seien wir doch mal ehrlich. Wer erhält nicht gerne "Herzen" für seine Arbeit? Darüber hinaus können auch Kommentare kommen, die halt hier immer sehr kurz sind. Die Fachmeinung von Fachleuten ist aber mehr wert als von Laien. Deshalb sollte man selbst mit "Herzen" und Kommentaren nicht geizig sein!

Weiters können Kontakte geknüpft werden, zu Kollegen, Models, Visagisten, Grafikern und vielleicht auch zu Kunden. Erst gestern hat ein prominenter, österreichischer Schauspieler meine Arbeit geherzt ;-).

Ich wünsche allen Lesern ganz viel persönlichen Erfolg auf Instagram!

Meinen Instagram Account findet ihr hier:

@fotografie.mizerovsky

Meine Sachbücher findet man hier!

Meine fotografische Arbeit gegen weiße Wände!

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor | Youtuber



Freitag, November 03, 2017

Die österreichische Seele - frei nach Erwin Ringel

Die Österreichische Seele

"Die österreichische Seele" ist ein Buch, das der verstorbene Psychoanalytiker Erwin Ringel im Herbst seines Lebens geschrieben und verlegt hat. Dieses Posting hat fast nichts mit dem Buch von Erwin Ringel zu tun, hat aber trotzdem einen Bezug dazu. Warum? Weil ich als Kommunikationstrainer hier in Österreich, viel mehr in Wien, im Wasserkopf Österreichs geboren wurde, aufgewachsen bin und heute noch lebe. Meine Stadt verlasse ich für Ausflüge ins nächstgelegene Niederösterreich und mein Land höchstens für berufliche Aufgaben nach Deutschland oder Kurzurlaube in die Nachbarländer. Ich war  noch nie in Übersee. Obwohl es dort auch schön sein kann, empfinde ich es nicht als Nachteil, nicht dort gewesen zu sein. Wer bis hier her gelesen hat, ist scheinbar des sinn-ergreifenden Lesens mächtig und liest unter dem Umstand der Neugier weiter?

Asperner Löwe, Asperner Heldenplatz 9, 1220 Wien | Hier haben wir Österreicher Napoleon besiegt.
Die Österreicher (Ich darf mich für die Verallgemeinerung hier und jetzt an dieser Stelle entschuldigen, für die Formulierung, die verallgemeinernd ist! Mir ist sehr wohl bewusst, dass es auch andere Menschen in Österreich gibt, die hier geboren sind, immer schon da waren und trotzdem ein anderes Verhalten leben. Es gibt auch Menschen, die andere Wurzeln haben und trotzdem oder gerade deswegen Österreicher sind, weil sie das Talent haben, sich schnell anzupassen.).

Die wichtigste Eigenschaft eines Österreichers scheint vorgetäuschte Freundlichkeit und Neid zu sein

Wenn in Italien der Nachbar ein neues Auto kauft, laufen alle in der Nachbarschaft raus und machen eine Probefahrt. Danach wird Rotwein getrunken, bis keiner mehr fahren sollte.

In Österreich ziehen die Nachbarn die Vorhänge zu, die es in den Niederlanden nicht gibt (Nach dem Motto: jeder soll meine Armut sehen können. | Die Kalvinisten unter den Lesern dürfen jetzt mal huch schreien), und fragen sich "Wie kommt das Arschloch zu so viel Geld?" Danach hat niemand mehr Freude mit dem neuen Auto, auch nicht der Käufer.

Gleichzeitig sind Österreicher als freundliche Menschen weltberühmt. Sie strengen sich an um Exportaufträge. Sie tummeln sich herum um die Touristen, die das österreichische Erbe sehen wollen (Habsburger Gebäude und Landschaft). Leise kommt mir aber der Verdacht, dass immer nur Menschen hofiert werden, die quasi etwas darstellen (auch Hochstapler sind bei uns beliebt) oder zumindest Geld haben, das man ihnen abnehmen kann.

Der Österreicher ist weltoffen und religiöse Freiheit wird allen Glaubensgemeinschaften versprochen, per Gesetz

Der gelernte Österreicher hat schon lange begriffen, dass das geschriebene Wort im Gesetzbuch und das reale Leben so ganz gar nix gemein haben. Aus meiner Sicht ist Religion im Staat überflüssig, aber wenn es im Gesetzbuch steht, bin ich der Meinung, dass es im Rechtsstaat auch gelebt werden sollte.

Das wird schwierig. Während in anderen Ländern Europas aufgrund der Vergangenheit Menschen aus aller Welt durchaus ohne strafende Blicke leben dürfen, haben wir sie in Österreich nur als Touristen lieb. Nach zwei bis drei Wochen sollen sie schon wieder nach Hause fahren!

Das alles in einem früheren Vielvölkerstaat. Mein Opa konnte, ohne es in der Schule unterrichtet zu werden, vier Sprachen. Aber das war halt eine andere Zeit.

Opportunismus kennt der Österreicher kaum

Mit wenigen Ausnahmen. Auch wenn wir eine Republik sind, schätzen viele die Monarchie (Der Kaiser schau runter auf uns.). Auch wenn Adolf ein Österreicher war, wurden wir überfallen (das wurde sogar den Russen als richtig verkauft), wir sind zwar aktives Mitglied der EU, aber gleichzeitig ist die EU das personifizierte Böse und Napoleon haben wir in Aspern besiegt, weil seine Truppen durch das Hochwasser der Donau, damals nicht von Kaiserebersdorf nach Aspern übertreten konnten. Macht nichts, weil in französischen Schulbüchern für Geschichte kommt das nicht vor!

Ein echter Österreicher ist wie der Moser, der Hans

Wenn jemand Johann Julier heißt und sich Hans Moser nennt, nur für den Beruf, für den Film, für den schnöden Mammon, weil Kunst war es kaum, gleichzeitig als charmant gilt und doch ein ewiger Grantler und bekannter Weise gierig ist, dann ist er ein echter Österreicher. Ich mag sie übrigens sehr die alten Filme mit meinem Hans Moser. Er ist 1964 gestorben. 1963 kam ich dank der Medizin aus den USA zweimal auf die Welt.

Übersetzung für Nicht-Wiener:

Grantler: Ein Mensch, der mit sich selbst nicht sehr zufrieden ist, sich selbst nur in wenigen Augenblicken seines Lebens mag und andere schon gar nicht mag. Einer, der gierig ist, als ob er verhungern würde, wenn er wem ein Butterbrot abgibt und trotzdem als charmant und freundlich gilt. In Österreich: quasi ein Volksheld.

Bücher von mir findest du hier

(c) Harald Mizerovsky






Mittwoch, November 01, 2017

Model of the month

Model of the month - Lust auf ein Portrait Shooting?

Model Lisa Heilmann | Foto Harald Mizerovsky

Model Christian Kober | Foto Harald Mizerovsky

Model Jessica P. | Foto Harald Mizerovsky

Du hast Lust auf ein professionelles Porträt von dir und möchtest die Arbeit im Fotostudio kennenlernen? Jedes Monat möchte ich ein Model auf meiner Portfolio Website vorstellen. Du lebst in Wien oder Umgebung? Dann bewirb dich jetzt per Mail mit 3 Fotos von dir. Dürfen auch Smartphone Fotos sein. Du hast spezielle Ideen für das Shooting? Dann schreibe mir einfach, was du dir vorstellst. 

Was ist ein TFP Vertrag?

TFP bedeutet: Time for pics. Model und Fotograf unterschreiben einen Vertrag, in dem vereinbart wird, dass sie beide kostenlos arbeiten und die Bilder für ihre Zwecke veröffentlichen dürfen. Somit haben beide etwas davon.

Kostenlos aber nicht umsonst!

Beide Teile investieren Zeit, Kreativität und Motivation. Keiner schuldet dem anderen ein Honorar. Bei Veröffentlichung in einem Druckwerk oder im Web sind immer Model und Fotograf zu nennen! Sollte eine Visagistin vom Model verlangt werden, ist diese vom Model zu bezahlen.

Wo werden die Fotos veröffentlicht?

Auf meiner offiziellen Website, in meinem Portfolio, auf Webplattformen und vielleicht sogar in einem zukünftigen Fachbuch von mir.


Bewirbt dich jetzt, um einen Termin zu vereinbaren, vielleicht bist du mein Model fürs nächste Monat?




(c) Harald Mizerovsky, Fotograf, Fototrainer und Buchautor

Freitag, Juni 30, 2017

1 x 1 der Tierfotografie

Tipps für die Tierfotografie


Wer Tiere liebt, fotografiert sie auch gerne. Was man auf jeden Fall dabei benötigt ist ganz viel Geduld und im richtigen Moment Geschwindigkeit. Tiere machen nie das, was man von ihnen erwartet. Es dauert seine Zeit um besondere Momente einzufangen. Doch haben Tiere Gewohnheiten, genauso wie Menschen, also lohnt es sich Tiere zu beobachten und zu studieren, um später tolle Schnappschüsse nach Hause zu bringen. Das gilt für alle Tiere, egal ob es sich um Tiere im Zoo, Insekten, Haustiere oder Wildtiere handelt.

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Die nötige Fotoausrüstung

Da man im Normalfall Tieren nicht besonders nahe kommen kann, ist ein Teleobjektiv von mindestens 125 mm Brennweite notwendig, um Tiere formatfüllend fotografieren zu können. Allerdings ist das auch die unterste Grenze. Nach oben hin, kann es vor allem in der freien Wildbahn keine Grenze geben. 300 bis 800 mm Brennweite sind dort anzuraten. Als Zubehör gehört dann auch ein Dreibein- oder zumindest ein Einbein-Stativ dazu, um die Fotos bei diesen hohen Brennweiten nicht zu verwackeln. Wer hingegen Insekten fotografieren möchte, benötigt ein Makro-Tele ab 105 mm Brennweite, weil auch Insekten eine Fluchtdistanz leben und schneller weg sind, als man glaubt. Kommt man ihnen mit geringeren Brennweiten zu nahe sind sie auch schon wieder weg.


Ein Insekt im Flug zu erwischen bleibt dennoch ein Glücksfall. Man kann sich nur auf die Lauer legen, manuell auf ein Motiv, wie z.B. eine Blume scharf stellen, warten und hoffen. Ein Vollformatsensor bietet im Gegensatz zu einem kleineren Sensor die Möglichkeit, später verlustfrei einen engeren Bildschnitt zu wählen. Hilfreich bei allen Tieren, die sich schnell bewegen ist natürlich die Serienbildfunktion und wer einen Nachführ-Auto-Fokus hat, sollte diesen einschalten. Mehrfeldmessung ist auf jeden Fall gegen die mittelbetonten Punktmessung im Vorteil.

Teleobjektive schlucken Licht. Deshalb ist die Lichtempfindlichkeit auf mindestens 400 ISO oder mehr einzustellen. Wer einen Sensor besitzt, der Rauschfreiheit bis 3.200 ISO garantiert, ist natürlich im Vorteil. Die Belichtungszeit sollte immer 1:1 mit der Brennweite eingestellt werden, um nicht zu verwackeln. Bei 200 mm Brennweite also 1/200 Sekunde. Bei noch höheren Brennweiten dementsprechend kürzere Belichtungszeiten.

Die Gegenlichtblende sollte immer am Objektiv oben bleiben. Das sorgt für bessere Kontraste in den Tonwerten, weil Streulicht verhindert wird. Da eine Fotosafari einen ganzen Tag dauern kann, sollte man auch an aufgeladene Reserveakkus denken.

Alles andere Zubehör würde ich zu Hause lassen, weil jeder Kilo unnötigen Zubehörs ermüdend wirkt und wir uns relativ frei bewegen wollen.

Blitzgeräte sollten in der Tierfotografie niemals zum Einsatz kommen!

Für Indobor-Aufnahmen mit Haustieren kann man Dauerlicht einsetzen. Für Katzen- oder Hundeporträts empfiehlt sich eine LED Ringleuchte.

Tierporträts


Ähnlich wie bei Porträtfotos von Menschen sollten immer die Augen kanckscharf abgebildet sein. Nur beim richtigen Porträt darf ein Ausschnitt gewählt werden. Wenn man das Tier ganz abbildet und dann die beine abschneidet, schaut das ziemlich dämlich aus. Aufgrund der geringen Schärfentiefe der Tele-Brennweiten ist das Motiv automatisch vom Hintergrund freigestellt.

Fotografieren im Tiergarten und Zoo


Im Zoo oder Tiergarten sind oft Glasscheiben oder Zäune zwischen uns und den Tieren. Diese kann man mit Offenblende wegzaubern. Man geht mit der Gegenlichtblende ganz an das Glas oder den Zaun ran und öffnet die Blende. Die Kontraste müssten dann passen und Glas oder Zaun ist nicht mehr am Bild zu sehen. In diesem Fall ist die mittelbetonte Spotmessung von Vorteil. Es wird auf die Augen scharf gestellt.

Tiergewohnheiten studieren

Wann sind die Tiere aktiv? Wann ist die Fütterungszeit im Zoo? Auf welchen Plätzen treffe ich welche Tiere in der freien Wildbahn an?


Wissen über die Tiere und viel Geduld sind Voraussetzungen für Top Tierfotos. Natürlich sind auch die Bildkomposition und Bildgestaltung von Bedeutung. Drittelregel bzw. Goldener Schnitt gelten auch in der Tierfotografie als Garantie für gute Fotos.

Fotokurse

Sachbücher Fotografie

Tierfotos | Tiere in freier Wildbahn

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor zu Themen aus der Fotografie
mizerovsky.com

Mittwoch, Juni 21, 2017

Fotorecht in Österreich

Unwissen schützt nicht vor Schaden!

Die Fotografie erlebt einen neuerlichen Boom. Viele Menschen beginnen weltweit mit ihrem Smartphone zu Fotografien, das erstaunliche Ergebnisse liefert. Diese Fotos werden auch gleich vom Smartphone auf verschiedenen Plattformen im Web geteilt, also vervielfältigt (veröffentlicht).

Darüber hinaus hat die digitale Fotografie auch einen immer größer werdenden Zuwachs an engagierten Fotografen gefunden, die ihre Fotos aus der DSLR oder DSLM bzw. Kompaktkamera ebenfalls veröffentlichen.

Das es dabei zu großen Problemen kommen kann, ist vielen Amateuren nicht bewusst. Im Gespräch mit RA Prof. Dr. Georg Zanger bin ich der rechtlichen Situation auf den Grund gegangen. Ein Thema das alle Hobbyfotografen interessieren sollte.

Interview mit RA Prof. Dr. Georg Zanger | Video anklicken und ansehen

Es haben sich viele falsche Informationen eingeschlichen

Es ist ein Segen, dass man im Internet alle Informationen findet, allerdings sollte man auch immer die Quelle überprüfen und auch aufpassen, dass man nicht Sachverhalte verwechselt. Viele Hobbyfotografen finden im Internet Informationen über das deutsche Recht, das aber vom österreichischen abweicht. Dadurch hat sich in Österreich aus meiner Sicht ein falsches Rechtsverständnis über Themen wie Urheberrecht, Kopierrecht, Personenrecht usw. entwickelt. Teilweise ist die rechtliche Situation sehr ähnlich, aber teilweise auch nicht!

Darf man überall und alles fotografieren?

Diese Frage ist eindeutig mit JA zu beantworten, wenn es nicht wieder Ausnahmen gäbe. Es gibt in Österreich kein Fotografier-Verbot. Grundsätzlich darf also alles und jeder fotografiert werden. Die Ausnahmen stellen z.B. das Hausrecht oder auch in bestimmten Fällen das Personenrecht dar.

So lange man sich auf öffentlicher Fläche befindet, darf man Häuser, Objekte, Landschaften - auch mit Hilfsmittel (Leiter, Selfiestick usw.) - aufnehmen und veröffentlichen bzw. vervielfältigen. Auch die kommerzielle Nutzung ist erlaubt. Man darf also damit Geld verdienen (Hinweis: Das Gewerberecht und das Steuerrecht ist dabei zu beachten!).

Ganz anders ist es auf privaten Grundstücken oder in privaten Innenräumen. Hier benötigt man die Erlaubnis des Haus- oder Grundstückseigentümers. Gleiches gilt auch beispielsweise auf Bahnhöfen, die der ÖBB gehören. Jederzeit kann ein Eigentümer ein Fotografier-Verbot oder die Foto-Erlaubnis, aber ein Veröffentlichungsverbot aussprechen, was oft durch gut sichtbare Tafeln beim Eingag schon vermittelt wird. Für Fotografen, die gegen den ausdrücklichen Willen des Eigentümers vorgehen, kann das teuer werden.

Dürfen Kunstwerke fotografiert werden? Kunstwerke sind ebenfalls urheberrechtlich geschützt und man würde eine Genehmigung des Künstlers oder seiner rechtlichen Nachfolger nach dem Ableben des Künstlers benötigen. Aber auch hier gibt es eine Ausnahme aufgrund der Tagesberichterstattung. Wenn ein Fotograf ein Foto eines Politikers in Innenräumen aufnimmt und im Hintergrund eine Bild eines berühmten Künstlers an der Wand hängt, ist es erlaubt, dieses Foto zeitnahe zu veröffentlichen. Nach vielen Monaten ist das allerdings nicht mehr erlaubt.

Personen dürfen in Österreich immer fotografiert werden, wenn die Interessen der Person nicht geschädigt werden. Wenn aus der Bildaussage ein unwahrer Sachverhalt dargestellt wird, kann es zu Problemen kommen. Streng verboten ist die kommerzielle Nutzung solcher Fotos in einer Werbung im klassischen Sinn. Hier benötigt man auf jeden Fall die schriftliche Zusage des Betroffenen. Je prominenter eine Person ist, umso teurer kann das werden. Prominente Personen dürfen im öffentlichen Raum jederzeit fotografiert werden und diese Fotos dürfen auch veröffentlicht werden. Jedoch dürfen prominente Personen nicht bis in ihre Privatsphäre verfolgt werden (Paparazzi). Übrigens hat jede Person das Recht das Fotografieren zu untersagen. Wenn jemand ausdrücklich nicht fotografiert werden will, ist das auch einzuhalten.

Personen, die nicht rechtsfähig sind (z.B.: Kinder) bilden wieder einen Sonderfall. Hier benötigt man die Erlaubnis der Eltern.

Wen schützt das Urheberrecht?

Das Urheberrecht schützt alle Menschen, die mit Geisteskraft oder Kreativität etwas neues schaffen. Somit sind Erfindungen, Musikkompositionen, schriftstellerische Arbeiten, Bildende Kunst und Fotografie ausdrücklich durch das Urheberrecht geschützt.

Das Urheberrecht kann auch nicht übertragen werden. Zur Veröffentlichung seines Werkes kann der Urheber die Kopierrechte und Vervielfätigungsrechte bzw. Vertriebsrechte übertragen. Im Falle des Fotografen wären das Verleger für Bücher und Bildbände bzw. Bildagenturen. Üblicherweise erhält der Fotograf in diesem Fall einen Prozentanteil des Verkaufserfolges als Tantiemen von Zeit zu Zeit ausgeschüttet.

Auch wenn Fotografen nicht als Urheber genannt werden, bleiben sie ein Leben lang Urheber des Werkes. Diese Rechte gehen auch an Erben über.

Wie kann ein Fotograf beweisen, dass er der Urheber ist?

Es kann ja mal vorkommen, dass mehrere Fotografen sehr ähnliche Fotos von einem Objekt aufnehmen. Wenn man sein Foto ohne Erlaubnis veröffentlicht entdeckt, gilt es zu beweisen, dass man die höchste Auflösung (Pixel) der Aufnahme besitzt.

Ist Streetphotography in Österreich erlaubt?

Sofern einen Person nicht zum Ausdruck bringt, dass sie nicht fotografiert werden will, darf in Österreich eine Person auch am Foto erkennbar sein. Für die Veröffentlichung gilt, dass die Interessen der Person nicht missachtet werden dürfen. Dennoch wäre eine schriftliche Erlaubnis zum Fotografieren und Veröffentlichen von großem Vorteil im Streitfall.

Bei öffentlichen Veranstaltungen muss jeder Besucher damit rechnen, dass dort auch fotografiert wird und gegebenenfalls die Fotos auch veröffentlicht werden.

Gibt es ein Bearbeitungsverbot für veröffentlichte Fotos?

Einzig und alleine "schlichte" Fotos dürfen weiter bearbeitet werden. Fotos mit den kleinsten Merkmalen kreativer Ideen und sei es nur ein besonderer Lichteinfall oder eine besondere Perspektive dürfen durch andere nicht ohne Erlaubnis des Fotografen bearbeitet werden.

Wie können Fotografen gegen die Veröffentlichung ohne ausdrücklicher Erlaubnis durch andere vorgehen?

Sollten Fotografen ihre eigenen Fotos veröffentlicht sehen, ohne dazu die Erlaubnis gegeben zu haben, gibt es die Möglichkeit des Rechtsweges. Berufsfotografen in Österreich sind im Rahmen ihrer Mitgliedschaft der Bundesinnung der Fotografen für solche Fälle rechtsschutzverichert. Amateure sollten einen Anwalt mit Spezialisierung auf Urheberrecht zu Rate ziehen.

Darf man Fotos anderer Fotografen vervielfältigen?

Prinzipiell darf man das nicht, allerdings gibt es auch hier eine Ausnahme. Für den rein privaten Gebrauch kann man sehr wohl ein Foto eines anderen Fotografen vervielfältigen so oft man will. Ganze Wände kann man sich damit tapezieren, wenn nicht in den eigenen Räumen irgendwann eine öffentliche Veranstaltung statt finden soll. Weil das wäre dann wieder öffentlich. Dritte könnten dann die Fotos sehen.



RA Prof. Dr. Georg Zanger

Fotokurse und Fotoworkshops

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor zum Thema Fotografie
mizerovsky.com

Samstag, Mai 27, 2017

1 x 1 der Porträt Fotografie

Ein Porträt Foto sollte die Persönlichkeit für den Betrachter spürbar machen

Model: Viki Hiersche

Was gilt es bei der Porträt Fotografie zu beachten?

Die Porträt Fotografie lebt von der Kommunikation mit der porträtierten Person. Technisches Wissen über Fotografie ist nicht ausreichend, um gute Porträts aufzunehmen. Es muss eine Vertrauensbasis hergestellt werden. Deshalb benötigt man auch Zeit. Zeitdruck ist der Feind der Porträt Fotografen. Zunächst beginnt man mit dem Kennenlernen. Ein 20 Minuten Gespräch vor einem Shooting mit noch unbekannten Personen haben noch nie geschadet. Viele Menschen glauben, dass sie nicht fotogen sind, was nicht stimmt. Sie wurden nur im falschen Licht unter falschen Bedingungen aufgenommen. Diesen Menschen muss man zuerst die Angst vor der Fotokamera nehmen.

Model: Tessa Ettenauer

Hochformat oder Querformat?

Sehr oft werden typische Porträt Fotos im Hochformat aufgenommen, was auch durchaus Sinn macht. Schließlich steht und geht der Mensch und kriecht nicht am Boden. Für Bewerbungsfotos, Karriere Shootings, Familienalbum und auch Business Shootings ist das oft die richtige Wahl. Charakter Porträts oder Porträts auf der Straße im Sinne von Streephotography sind aber auch im Querformat sehr interessant. Ich schieße auch bei Karriere- und Business Shootings immer einige Porträts im Querformat. Diese sind dann für Web Präsentation geeignet und lassen es auch zu, Text neben dem Model zu integrieren.

Business Porträt mit Stefan Schickhofer

Welche Brennweite ist die Beste?

Die beste Brennweite ist das 85 mm Festbrennweiten-Objektiv. Es hat die geringste perspektivische Verzerrung aller Brennweiten und ist meistens sehr lichtstark. Man kann damit die Person vom Hintergrund freistellen, was so viel bedeutet, dass der Hinterrund in Unschärfe verschwindet. Eine günstige Lösung ist aber auch ein 50 mm Objektiv für Vollformat auf einer 2/3 Sensor Kamera, weil durch den Crop Faktor die Brennweite um das 1,5 fache verlängert wird. Das ist die günstige und gute Lösung für alle Fotografen, die mit 2/3 Sensor fotografieren. Weitwinkel Objektive kommen selten zum Einsatz, weil sie zu strak verzerren und vor allem bei Selfies das Gesicht stark verändern. Die Nase wird dabei unnatürlich groß. Teleobjektive verkürzen die Abstände zwischen Nase und Ohren, verzerren aber nicht ins Unglück. Tele Brennweiten bis zu 200 mm sind deshalb auch, vor allem für Outdoor Porträts, beliebt. Sie können auch noch mit Blende 5,6 oder 8 die Person vom Hintergrund freistellen und für ein schönes Bokeh sorgen. Vor allem bei Gegenlichtaufnahmen sorgt das für schöne, unscharfe Lichtpunkte.

Bokeh | Blende 1,8 | aufgenommen beim Photowalk Aspern mit Model Thomas Lahr

Welche Belichtungszeit ist die Richtige?

Menschen bewegen sich, selbst wenn sie still sitzen. Um sicher zu gehen, dass man selbst nicht beim Auslösen verwackelt, benötigen geübte Fotografen mindestens 1/30 Sekunde. Um sicher zu gehen, dass keine Bewegungsunschärfe auftritt, wäre 1/60 Sekunde bei still sitzenden oder stehenden Personen geeignet. Bei Menschen in leichter Bewegung ist schon 1/125 Sekunde zu wählen und beim Sport 1/500 Sekunde um die Person einzufrieren.

Brennweite 105 mm | Blende 7,1 | Belichtungszeit 1/200 Sek. | ISO 1250 | Model: Helmut Edinger 

Was ist die beste Lichtempfindlichkeit?

Das kommt auf den Sensor der Kamera an. Rauschen will man im Normalfall verhindern, aber moderne DSLR und auch Systemkameras bieten bis ISO 1250 auf jeden Fall ein rauschfreies Bild bei vorhandenem Licht. Das Foto oben wurde während des Fotolehrgangs 2017 in den Blumengärten Hirschstetten aufgenommen. Wir sind vom Regen in das Palmenhaus geflüchtet und dort befinden sich neben den Pflanzen auch Tiere, weshalb blitzen streng verboten ist. Trotzdem gibt es auch in den dunklen Bildbereichen kein rauschen.

Porträts in Farbe oder Schwarzweiß?

SW Umsetzung eines Farbfotos | Models: Sonja Ehling und Martina Kober
Wenn man die Farbe weglässt, beginnt die Abstraktion beim Porträt. Farben, Formen und Symbolwirkung des Gesichtsausdrucks emotionalisieren den Betrachter. Lassen wir die Farben weg komprimieren wir damit die Bildaussage auf das Wesentliche, den Gesichtsausdruck. Durch das Lächeln der beiden Damen im Foto oben, wird auch ein SW Foto zum positiven Stimmungsmacher.

Das Beauty Porträt

Im Prinzip ist jedes Porträt ein Beauty Porträt. Noch kein Kunde ist zu mir gekommen und hat gesagt: "Können Sie mich bitte so fotografieren, dass ich hässlich aussehe und keinem Menschen gefallen würde."

Ausnahmen bestätigen die Regel. Paparazzi Fotos beweisen das ab und zu von prominenten Persönlichkeiten.

Model: Jessica Papousek | Brennweite 85 mm | Blende 3,2 | Belichtungszeit 1/200 Sek. | ISO 100  | mit Lichtformern 
Für Beauty Porträts benötigt man oft Assistenz von Visagisten, Lichtassistenten und Stylisten. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit eines Teams, die das beste Foto schießen wollen. Auf Style und Licht kann auch der Fotograf achten, aber die Visagisten können nicht ersetzt werden. Sie erleichtern das Nachbearbeiten ungemein.

Das Charakter Porträt

Model: Christoph Menger
Um ein Charakter Porträt zu gestalten, muss man die porträtierte Person gut kennen. Natürlich spielt auch das Ziel der Bildaussage eine Rolle, aber trotzdem bestimmt das Model die Bildaussage mit seiner Persönlichkeit mit. Welteinstellung, Beruf und Verhalten sollte erkennbar sein.

Model: Josef Miligui

Worauf wird scharf gestellt?

Immer auf die Augen!

Model: Lisa Heilmann


Die Augenebene sollte komplett scharf abgebildet sein. Das ist gerade bei offener Blende von Blende 1,8 nicht immer ganz leicht. Ich empfehle daher Auto Focus mittelbetont ohne Mehrfeldmessung zu verwenden und mit halbgedrücktem Auslöser dann erst den Bildschnitt zu wählen, bevor man auslöst. Die Offenblende erlaubt es, dass nur die Augenebene scharf abgebildet ist und schon die Nasenspitze oder die Ohren in leichte Unschärfe hineingehen. Das stört überhaupt nicht, weil den meisten Menschen ihre Nase und die Ohren nicht besonders gefallen.

Künstlerische Gestaltung gefällig?

Erlaubt ist bekanntlich was gefällt und Geschmäcker können sehr verschieden sein. Ob nun schon bei der Aufnahme oder erst bei der Bearbeitung ist alles erlaubt was dem Model und dem Fotografen gefällt. Ob sie beim Betrachter Erfolg damit haben lässt sich erst im Nachhinein beurteilen.

Model: Petra Schnell

Letzter Tipp zur Porträt Fotografie

Nur kommunikativ mit Liebe zu Menschen lassen sich unglaublich tolle Porträts einfangen. Wer das nicht kann sollte lieber Landschaften oder Gebäude fotografieren :-).





(c) Harald Mizerovsky
Berufsfotograf | Fototrainer | Sachbuchautor




Freitag, April 21, 2017

Fotografieren mit dem Fisheye Objektiv

Ein Fisheye Objektiv macht echt Spass und kann in der Fotografie sehr kreativ eingesetzt werden

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Die Welt neu kennen lernen als Fotograf

Ein Fischauge kann für wesentlich mehr eingesetzt werden, als man es glauben würde. Es nimmt fast 180° Bildwinkel auf und somit ist es natürlich ein sehr extremer weiter Winkel, der den Betrachter der Fotos in den Bann ziehen kann. Kippt man das Objektiv kann man damit auch gerade Linien verbiegen und recht interessante Effekte erzeugen.

Wenn das Hauptmotiv zentral und in der Mitte positioniert wird, sieht es normal aus.

Lohnt sich die Anschaffung eines Fisheye Objektivs?

In der analogen Zeit der Fotografie habe ich in ein Nikkor Fisheye Objektiv investiert. Der Preis war hoch und ich denke es hat sich nicht gelohnt, weil man es zu wenig einsetzt. Das war natürlich auch meine Schuld, weil ich hätte es ja öfters einsetzen können. Allerdings hatte man damals sehr "sparsam" fotografiert, weil der Film und die Ausarbeitungen zu bezahlen waren. Erst danach hat man aussortiert.

In der digitalen Fotografie ist das ganz anders. Trotzdem bin ich noch nicht bereit in ein Nikkor AF G DX 10,5 / 2,8 Fisheye über € 700,- zu investieren. Aber ich habe vor längere Zeit in ein Walimex Pro 8 mm 1:3,5 unter € 400,- investiert und bin mit dem Objektiv sehr zufrieden. Dieses gibt es auch für Canon, Sony, Fuji X, Pentax, Olympus usw. Ich kann dieses Objektiv allen Fotografen empfehlen. Es ist ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis, das auch bei geringem Gebrauch sehr viel kreativen Spielraum lässt und sich rentiert. Darüber hinaus greift sich das Walimex sehr wertig an und verspricht viele Jahre Freude im fotografischen Einsatz.

Das Walimex Pro 8 mm und seine Eigenheiten

Es ist nur für 2/3 Sensoren geeignet, weil man im Vollformat den Bildkreis mit auf dem Bild hätte und im Bildschnitt zu viele Pixel wegwerfen müsste. Man kann nur manuell scharf stellen, was kein Fehler ist, weil man eigentlich überhaupt nicht scharf stellen muss. Man wählt am Objektiv die Blende 22 in Zusammenhang mit einer Nikon DX Kamera und passt die Belichtung mittels ISO und Belichtungszeit an. Aufgrund der kurzen Brennweite bekommt man damit von 15 cm bis unendlich alles scharf. Manuell scharf stellen ist überflüssig. Da ich sowieso gerne manuell arbeite, stört mich das überhaupt nicht. Die Einstellung auf unendlich ist in der Regel immer scharf.

Von nah bis fern alles scharf!
Wie man oben am Foto sieht, kann man durchaus manche Motive durch das Platzieren in der Mitte so abbilden, als ob es eben ein extremes Weitwinkel gewesen wäre. Macht man den Bildschnitt kleiner fällt die perspektivische Verformung des Fisheye Objektivs gar nicht mehr auf.

Selfies mit dem Fisheye verformen natürlich die Gesichtszüge

Für Selfies mit dem Fisheye gehört Mut dazu :-)
Die Nase wird größer. Das Gesicht wird verformt. Es werden richtige Fun-Fotos. Sobald man zu nahe dran ist und das Gesicht nicht zentral platziert wird, werden die Ergebnisse  einfach nur lustig, fast wie im Spiegelkabinett.

Fisheye Verzerrung

Wird das Objektiv nach unten oder oben gekippt oder das Motiv nicht zentral platziert, entstehen die typischen perspektivischen Verzeichnungen einer Fischaugen Optik.

Seitlich platziert: perspektivische Verzerrung!

Zentral platziert: fast keine Verzerrung
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(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor
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Montag, April 17, 2017

15 Tipps für Fotos mit dem Smartphone

15 wichtige Tipps fürs Fotografieren mit dem Smartphone

Immer mehr und immer öfters wird mit dem Smartphone fotografiert. Klar kann man auch mit dem Handy tolle Fotos aufnehmen. Die Smartphone Produzenten arbeiten mit Linsenherstellern zusammen und bieten immer mehr Pixel. Die Qualität des iPhones ist bekannt, aber auch andere Hersteller, wie z.B.: Huawei bieten gute Qualität. Das P 10 von Huawei kommt mit Leica Linsen und 20 Megapixel im SW-Modus (nur im Graustufen Modus) auf den Markt. Somit wird es immer interessanter für Handy Fotografen. Allerdings muss man einige Dinge beachten, um gute Ergebnisse zu erzielen.

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Tipp 1: Linse putzen

Die Linsen des Handys verschmutzen in der Regel noch viele mehr als Objektive an der Fotokamera. Es gibt keinen Objektiv Deckel und wir stecken das Smartphone gerne in Taschen und Kleidungsstücke. Um die Linsen von Staub, Fusseln und sonstige Schmutz zu befreien, sollte man die Linsen mit optischen Tüchern vor dem Fotografieren reinigen.

Tipp 2: Mit beiden Händen halten

Egal ob man im Hochformat, oder im Querformat aufnimmt, sollte das Handy mit beiden Händen gehalten werden, um verwackelte Fotos zu vermeiden.

Tipp 3: Kleines Stativ oder Handyhalter verwenden

Einen zusätzlichen Schutz gegen Verwacklung bieten kleine Stative mit Handyhalterung. Damit kann das Smartphone viel ruhiger gehalten werden.

Tipp 4: Kein Digitalzoom verwenden

Das Digitalzoom ist kein Zoom, sondern nimmt nur einen kleineren Ausschnitt auf. Damit verliert man wertvolle Pixel. Besser ist es, näher aufs Motiv zuzugehen oder Zusatz Objektive fürs Smartphone im Telebereich zu verwenden.

Tipp 5: Gutes Licht ist das Wichtigste in der Fotografie

Man fotografiert mit dem Licht und nicht gegen das Licht. Direktes Sonnenlicht auf dem Motiv gilt es zu vermeiden, weil es zu hohe Kontraste und unschöne Schatten erzeugt. Das beste Licht ist diffuses, weiches Licht. Bei bewölktem Himmel macht man bessere Fotos, als bei Sonnenschein.

Tipp 6: Fokus und Belichtung fixieren

Mit einem Finger-Tip auf das Display, an die Stelle des Hauptmotivs, stellt man die richtige Schärfe und Belichtung ein. Einfach den Finger für kurze Zeit an der Stelle des Displays berühren!

Tipp 7: Raster für den goldenen Schnitt einblenden

Der Raster teilt das Display horizontal und vertikal in drei gleich große Bereiche. Dort wo sich die Linien treffen sollte das Hauptmotiv platziert werden. Der goldene Schnitt wurde schon vor der Erfindung der Fotografie in der Malerei angewandt. Solche Bilder erscheinen dem Betrachter als besonders ausgewogen und schön.

Tipp 8: Auto HDR einstellen

HDR = High Dynamic Range. HDR Fotos zeichnen sich durch einen höheren Dynamikumfang aus und sind sehr beliebt. Allerdings eignet sich der HDR Modus nur bei hohen Kontrasten. Wird er auf Automatik gestellt, entscheidet das Smartphone ob es HDR Filter verwenden soll oder nicht. Das macht den Kopf für die Bildkomposition frei.

Tipp 9: Stativ mit Handyklemme verwenden

Für Situationen mit wenig Licht sollte man ein Stativ verwenden, weil die Belichtungszeit sehr lang sein kann. Für Aufnahmen in der Dämmerung und in der Nacht geeignet!

Tipp 10: Mit Lautstärkeregler des mitgelieferten Kopfhörers auslösen

Selbstauslöser für Smartphones werden mitgeliefert, weil bei vielen Smartphones die Lautstärkeregler des mitgelieferten Kabels im Fotokamera Modus auslösen. Auch für Langzeitaufnahmen am Stativ einsetzbar!

Tipp 11: Selfie mit Selfie Stick und Bluetooth Fernauslöser

Für alle, die gerne Selfies aufnehmen, ist ein Selfie Stick unerlässlich. Smartphones haben ein Weitwinkel Objektiv eingebaut und wenn man mit einem Weitwinkel aus der Hand das eigene Gesicht aufnimmt, wird es verzerrt. Dagegen hilft die Handystange. Darüber hinaus macht ein Bluetooth Fernauslöser dabei gute Dienste, vor allem dann, wen auch Videos aufgenommen werden.

Tipp 12: Nähe zum Motiv | weniger im Bild ist oft mehr Bildaussage

Wenn das Hauptmotiv klar zu erkennen ist und unwichtiges Umfeld nicht gezeigt wird, wirkt das Foto oft viel besser. Also: näher ran ans Motiv!

Tipp 13: Zusätzliche Objektive sind recht günstig zu haben

Anders als bei Zusatz Objektiven für Fotokameras sind zusätzliche Objektive sehr günstig und werden oft als Set verkauft (Fisheye, stärkeres Weitwinkel, Makro und Tele). Damit ergeben sich als Handyfotograf mehr Möglichkeiten.

Tipp 14: Apps für die Bearbeitung der Fotos direkt am Smartphone

Es gibt hunderte Apps, um die Fotos sofort am Smartphone zu bearbeiten. Zwei sehr empfehlenswerte Apps sind:
  • Snapseed von Google
  • Lightroom von Adobe
Nach der Bearbeitung können die Fotos direkt von Handy auf Plattformen wie Facebook, Instagram und andere hochgeladen werden. Damit ist das Smartphone: Fotoapparat, digitale Dunkelkammer und Publikations-Assistent.

Tipp 15: Kein Meister fällt vom Himmel

Das Lesen von Fachbüchern, der Besuch von Seminaren und Workshops und viel Training führen zu perfekten Fotos.



(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor




Montag, April 03, 2017

Der Fotolehrgang 2017 inklusive Zertifikat

Der Fotolehrgang 2017 in den Blumengärten Hirschstetten


Am 2.4.2017 ging es los. Die ersten Teilnehmer des Fotolehrgangs 2017 in den Blumengärten Hirschstetten nahmen am Modul 1: Technische Grundlagen der Fotografie für Anfänger Teil. Das Wetter war überaus freundlich, wenn nicht sogar herrlich und die Motivation und das Interesse riesengroß. Interessenten können sich noch immer dazu anmelden. 

Video anklicken und ansehen

Der Fotolehrgang besteht aus 9 einzelnen Modulen. Bei Teilnahme an allen Modulen gibt es ein Zertifikat. Wenn jemand schon die Grundlagen beherrscht und eine Ausbildungsbestätigung vorweisen kann, sind nur noch jene Module zu buchen, die für das Ausbildungsziel noch fehlen. Natürlich können auch, je nach Interesse einzelne Module gebucht werden.

Die TeilnehmerInnen bei den ersten Aufgaben

An wem richtet sich der Fotolehrgang?

Alle fotobegeisterten Hobby- und Amateurfotografen können mitmachen, aber auch jene Interessenten, die später das fotografische Wissen in die berufliche Tätigkeit einbringen wollen:
Fotoreporter, Fotoredakteure, Webdesigner, Grafiker, Werbefachleute, Youtuber, Blogger, angehende Fotografen.

Sollten Teilnehmer bei einem Termin verhindert sein, gibt es die Möglichkeit, das Modul zu einem späteren Zeitpunkt zu besuchen bzw. gegen Terminvereinbarung Einzelunterricht (3 Stunden zur ermäßigten Gebühr | 50% Rabatt für TeilnehmerInnen des Lehrgangs) zu buchen.

Die Themen des Fotolehrgangs

Modul 1 - Technische Grundlagen
Modul 2 - Bildaufbau und Bildgestaltung
Modul 3 - Details und Nahaufnahmen
Modul 4 - Landschafts- und Reisefotografie
Modul 5 - Porträtfotografie
Modul 6 - Blitztechnik für Fortgeschrittene - entfesselt blitzen
Modul 7 - Tierfotografie
Modul 8 - Fotoreportage
Modul 9 - Digitale Schwarz-Weiß-Fotografie

Zu noch mehr Infos und Buchung

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor
mizerovsky.com

Montag, März 13, 2017

Nikon WLAN USB Funkadapter

Drahtlose WLAN Verbindung zwischen DSLR und Smartgeräten


Nikon WU-1B und Nikon WirelessMobileUtility macht's möglich

Die neuesten Kameras aller Hersteller haben WLAN oft schon an Bord. Diese Technologie ist noch relativ neu und Nikon bietet bei vielen Kameramodellen die App SnapBridge als Lösung an. Aber wie macht man das mit älteren Kameramodellen? Für die Modelle D5200, D600 und D610 gibt es eine Funkverbindung mittels WU-1B und der App Nikon WirelessMobileUtility. Eine perfekte Lösung, um nicht gleich wieder einen neuen Kamerabody kaufen zu müssen.

Video anklicken und ansehen!

Der Vorteil ist klar. Sofort kann man Fotos auf einem großen Display begutachten. Das funktioniert sowohl auf einem iPad wie auch auf Android Tablets. Die App dazu gibt es im Apple App Store und im Google Play Store zum kostenlosen Download. Man kann auch Fotos auf das Tablet laden, um sie von dort zu teilen. Die Funktionen der Fernauslösung sind sehr eingeschränkt. Man kann scharf stellen und auslösen, alles andere an Einstellungen müssen an der Kamera vorgenommen werden. Fotos im RAW Format können nicht übertragen werden. Das würde wahrscheinlich auch zu lange dauern.

Das schöne an den traditionellen Fotokamera Herstellern ist, dass sie versuchen ihre doch kostenintensive Geräte für neue Technologien aufwärtskompatibel zu bauen. Das Manko sind (bei Hardware Herstellern sämtlicher Geräte) dabei ihre Software Abteilungen. Viele Fotografen denken, die App sollte mehr können!

Ich bin mit der Lösung für meine Fotoworkshops zufrieden. Somit sehen meine Teilnehmer Ergebnisse sofort auf einem großen Display.

Fotoworkshop jetzt buchen!

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer und Sachbuchautor
mizerovsky.com

Montag, Februar 20, 2017

easy cooking - Gesundes Fastfood

easy cooking - Das Kochbuch der anderen Art
easycooking - Jetzt Fan werden, weitersagen und unterstützen!

easy cooking - kochen kann jeder

Viele kennen mich als EDV-Trainer, Fotograf, Kommunikationstrainer und Sachbuchautor. Nur einige wissen, dass ich auch gerne koche. Für gesunde Ernährung interessiere ich mich schon über 20 Jahre und selbst kochen ist wesentlich gesünder, als Fertigprodukte zu essen. Es geht darum, dass wir alle wieder begreifen, wie wichtig es ist, sich selbst Gutes zu tun. Dabei lege ich großen Wert auf Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft. Weniger ist oft viel mehr. Lieber erste biologische Qualität am Teller und weniger davon, als Futter vom Fastfood-Restaurant. Ich bin keine Ausnahme. Ich weiß, dass wir alle wenig Zeit haben und oft auch müde sind, aber kochen kann jeder und das sogar täglich. Wenn es funktioniert, in kurzer Zeit Gutes auf den Tisch zu stellen, tun wir uns etwas Gutes.

Video anklicken und ansehen!

Wann ist mir das eingefallen ein Kochbuch zu schreiben?

Dieser Gedanke ist in mir gereift. Wahrscheinlich gehe ich mit diesem Gedanken schon seit Jahren spazieren. Nun wurde mir bewusst, dass ich natürlich auch heuer wieder Taschenbücher zum Thema Fotografie und vielleicht zum Thema Kommunikation schreiben werde, aber ich spüre die Zeit ist reif für ein Kochbuch der anderen Art. Außerdem ist kochen unglaublich kommunikativ, oft schon beim Einkaufen ;-).

Was ist anders an dem Kochbuch?

easy cooking für alle!
Wahrscheinlich ist es schon vielen Menschen passiert, dass ein Rezept nachgekocht wurde und es funktionierte einfach nicht. Auch mir ist das schon passiert. Ärgerlich und hungrig sinkt das Selbstwertgefühl als Hobby-Koch. Woran kann das liegen? Man sollte vielleicht vorher kochen lernen? Ein Rezept nachkochen ist wie eine Klarinette zu spielen, ohne Noten lesen zu können. Das kann nicht funktionieren. Man sollte Emotionen entwickeln für's Kochen und die wichtigsten Grundlagen beherrschen. Ich koche nie mit einer Küchenwaage. Ein wenig von da und ein wenig von dort und hinein damit in den Topf oder die Pfanne. Das möchte ich mit meinem Kochbuch vermitteln. Der Zusatznutzen ist, das Kochen auch entspannend wirkt, fast schon meditativ ist. Es lenkt uns also vom Alltag ab und gibt uns schon beim Kochen Kraft. Danach essen wir gesund und erhalten noch mehr Kraft für Körper, Geist und Seele.

Es wird in diesem Kochbuch kaum Gewichtangaben geben. Alle Rezepte sollten mit einfachsten Mitteln und mit wenig Küchenwerkzeug auch auf nur zwei Kochplatten zubereitet werden können. Weiters wird es in diesem Kochbuch um gesunde Ernährung und vernünftige Lebensmitteln gehen. "Wir benötigen gesunde Lebensmitteln anstatt Nahrungsmitteln aus der Industrie!"
Abgewandeltes Zitat: Pepi Hopf - Biogemüse Hopf .


Was sind meine Grundprinzipien beim Kochen?


  • Kochen sollte Spass machen und Freude bereiten
  • Bunt ist gesund
  • Kräuter sind unsere Heilmittel!
  • Lebensmittel von Biobauern sind gesund
  • Regionale Lebensmittel ist der Vorzug zu geben
  • Wenn kein Bio-Gemüse zur Hand ist, regionales Gemüse verwenden
  • Auch schockgefrorenes Gemüse ist gesund
  • Gemüse aus dem Glas oder aus der Dose ist besser als gar kein Gemüse
  • Zucker ist nicht notwendig und nicht gesundheitsförderlich - deshalb streichen!
  • Ein schmackhaftes, gesundes Essen soll in 15 Minuten bis maximal einer Stunde fertig sein
  • Fleisch sollte in geringen Mengen aber hoher Qualität gegessen werden
  • Obst ist der Snack zwischendurch (keine bis sehr geringe Zubereitungszeit)

Ich bitte um Unterstützung für das Kochbuch!

Ein Autor, der schon mehr als 20 Bücher veröffentlich hat, bittet um Unterstützung? Ja, weil die Recherche zu diesem Buch extrem viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt. Dafür gibt es aber schöne Geschenke!

(Was passiert beim Crowdfunding, wenn ein Projekt nicht ganz finanziert werden kann? Jeder Unterstützer erhält einfach sein Geld zurück.)

Die nennt man beim Crowdfunding "Dankeschön".

Zum Projekt!

Meine bisher erschienen Bücher

(c) Harald Mizerovsky
Fotograf, Fototrainer, Sachbuchautor, Hobbykoch
mizerovsky.com

P.S.: Auf Instagram folgen und sehen, was es alles zum Essen gibt ;-).