Freitag, April 21, 2017

Fotografieren mit dem Fisheye Objektiv

Ein Fisheye Objektiv macht echt Spass und kann in der Fotografie sehr kreativ eingesetzt werden

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Die Welt neu kennen lernen als Fotograf

Ein Fischauge kann für wesentlich mehr eingesetzt werden, als man es glauben würde. Es nimmt fast 180° Bildwinkel auf und somit ist es natürlich ein sehr extremer weiter Winkel, der den Betrachter der Fotos in den Bann ziehen kann. Kippt man das Objektiv kann man damit auch gerade Linien verbiegen und recht interessante Effekte erzeugen.

Wenn das Hauptmotiv zentral und in der Mitte positioniert wird, sieht es normal aus.

Lohnt sich die Anschaffung eines Fisheye Objektivs?

In der analogen Zeit der Fotografie habe ich in ein Nikkor Fisheye Objektiv investiert. Der Preis war hoch und ich denke es hat sich nicht gelohnt, weil man es zu wenig einsetzt. Das war natürlich auch meine Schuld, weil ich hätte es ja öfters einsetzen können. Allerdings hatte man damals sehr "sparsam" fotografiert, weil der Film und die Ausarbeitungen zu bezahlen waren. Erst danach hat man aussortiert.

In der digitalen Fotografie ist das ganz anders. Trotzdem bin ich noch nicht bereit in ein Nikkor AF G DX 10,5 / 2,8 Fisheye über € 700,- zu investieren. Aber ich habe vor längere Zeit in ein Walimex Pro 8 mm 1:3,5 unter € 400,- investiert und bin mit dem Objektiv sehr zufrieden. Dieses gibt es auch für Canon, Sony, Fuji X, Pentax, Olympus usw. Ich kann dieses Objektiv allen Fotografen empfehlen. Es ist ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis, das auch bei geringem Gebrauch sehr viel kreativen Spielraum lässt und sich rentiert. Darüber hinaus greift sich das Walimex sehr wertig an und verspricht viele Jahre Freude im fotografischen Einsatz.

Das Walimex Pro 8 mm und seine Eigenheiten

Es ist nur für 2/3 Sensoren geeignet, weil man im Vollformat den Bildkreis mit auf dem Bild hätte und im Bildschnitt zu viele Pixel wegwerfen müsste. Man kann nur manuell scharf stellen, was kein Fehler ist, weil man eigentlich überhaupt nicht scharf stellen muss. Man wählt am Objektiv die Blende 22 in Zusammenhang mit einer Nikon DX Kamera und passt die Belichtung mittels ISO und Belichtungszeit an. Aufgrund der kurzen Brennweite bekommt man damit von 15 cm bis unendlich alles scharf. Manuell scharf stellen ist überflüssig. Da ich sowieso gerne manuell arbeite, stört mich das überhaupt nicht. Die Einstellung auf unendlich ist in der Regel immer scharf.

Von nah bis fern alles scharf!
Wie man oben am Foto sieht, kann man durchaus manche Motive durch das Platzieren in der Mitte so abbilden, als ob es eben ein extremes Weitwinkel gewesen wäre. Macht man den Bildschnitt kleiner fällt die perspektivische Verformung des Fisheye Objektivs gar nicht mehr auf.

Selfies mit dem Fisheye verformen natürlich die Gesichtszüge

Für Selfies mit dem Fisheye gehört Mut dazu :-)
Die Nase wird größer. Das Gesicht wird verformt. Es werden richtige Fun-Fotos. Sobald man zu nahe dran ist und das Gesicht nicht zentral platziert wird, werden die Ergebnisse  einfach nur lustig, fast wie im Spiegelkabinett.

Fisheye Verzerrung

Wird das Objektiv nach unten oder oben gekippt oder das Motiv nicht zentral platziert, entstehen die typischen perspektivischen Verzeichnungen einer Fischaugen Optik.

Seitlich platziert: perspektivische Verzerrung!

Zentral platziert: fast keine Verzerrung
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(c) Harald Mizerovsky
Fotograf | Fototrainer | Sachbuchautor
mizerovsky.com

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